Wie Mona Lisa TeleICU mit KI und Fernkonsilen die Intensivmedizin revolutioniert

Norbert Thies
Norbert Thies
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen steht in einem Krankenhauszimmer, ein Mann hält ein Mikrofon in der Mitte, links ein Bett mit einer Decke darauf und verschiedene medizinische Geräte, ein Röntgengerät, eine Tafel mit Text, eine Tür, eine Wand und eine Decke mit Lampen im Hintergrund.Norbert Thies

Wie Mona Lisa TeleICU mit KI und Fernkonsilen die Intensivmedizin revolutioniert

Mona Lisa TeleICU: Deutsche Telemedizin-Plattform revolutioniert Intensivmedizin durch Fernkonsile und KI-Unterstützung

Das deutsche Telemedizin-System Mona Lisa TeleICU hilft Krankenhäusern, die Intensivmedizin durch Fernberatungen und KI-gestützte Assistenz zu verbessern. Entwickelt wurde die Plattform von Clinomic, einem Spin-off der RWTH Aachen und ihres Universitätsklinikums. Sie kommt bereits in mehreren Krankenhausnetzwerken in Deutschland zum Einsatz. Dank ihres sicheren und interoperablen Aufbaus soll sie auch die grenzüberschreitende medizinische Zusammenarbeit erleichtern.

Clinomic entstand 2019 als Ausgründung der RWTH Aachen und ihres Universitätsklinikums. Das Mona Lisa TeleICU-System ist mit dem Mona PDMS (Patienten-Daten-Management-System) verknüpft und nutzt den HL7-FHIR-Standard, um Daten nahtlos mit anderen klinischen Plattformen und Medizingeräten auszutauschen.

Anders als herkömmliche Videokonferenztools überträgt Mona Lisa TeleICU Echtzeit-Medizindaten direkt aus angebundenen Systemen. Ärztinnen und Ärzte erhalten so während der Fernkonsile einen vollständigen Überblick über die Patientendaten. Die Plattform ist als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert und setzt auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Peer-to-Peer-Verbindungen, um die Datensicherheit zu gewährleisten.

Künstliche Intelligenz spielt bei Mona Lisa TeleICU eine zentrale Rolle – etwa bei der Spracherkennung, Dokumentation und klinischen Entscheidungsunterstützung. Clinomic betreibt seine eigenen Spracherkennungsmodelle auf einer hauseigenen, sicheren Cloud-Infrastruktur. Das System soll die Datenverfügbarkeit in der Telemedizin erhöhen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Intensivmedizin verbessern.

Zudem erhielt Clinomic Fördergelder, um zum Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) und dem Projekt ICUdata4Europe beizutragen. Ziel ist es, Sekundärdaten aus der Intensivmedizin für Forschung und Innovation in Europa zugänglich zu machen. Bisher hat jedoch kein EU-Land offiziell an ICUdata4Europe teilgenommen, und öffentliche Unterlagen geben weder Auskunft über den Projektfortschritt noch über Clinomics konkrete Beteiligung.

Mona Lisa TeleICU ist bereits in deutschen Krankenhäusern im Einsatz und ermöglicht schnellere Konsile sowie interdisziplinäre Teamarbeit. Durch sicheren Datenaustausch und KI-Werkzeuge soll die Plattform die Behandlungsqualität in der Intensivmedizin steigern. Ihre Rolle in größeren europäischen Gesundheitsdateninitiativen bleibt jedoch aufgrund begrenzter öffentlicher Informationen unklar.

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