KI-Kameras sollen illegale Abkürzungen in Altenberg stoppen – doch ist das rechtlich machbar?

Raymund Lindau
Raymund Lindau
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Eine belebte Straße mit verschiedenen Fahrzeugen, einschließlich eines Auto-Rikschas, und Menschen mit Helmen, mit einer Ampel im Vordergrund und Gebäuden mit Namensschildern und Rollläden im Hintergrund.Raymund Lindau

KI-Kameras sollen illegale Abkürzungen in Altenberg stoppen – doch ist das rechtlich machbar?

Ein Abschnitt der Altenberger Domstraße ist seit Anfang Februar für neun Monate wegen Bauarbeiten gesperrt. Die offizielle Umleitung verlängert die Fahrten um etwa 20 Minuten, da der Verkehr über Leverkusen-Schlebusch umgeleitet wird. Nun setzt sich die Volt/FWG-Fraktion für eine elektronische Verkehrsüberwachung ein, um die missbräuchliche Nutzung einer kürzeren, aber ungeeigneten Ausweichroute zu verhindern.

Betroffen ist der Verkehr in Richtung Süden auf der Altenberger Domstraße, der auf die längere, vorgesehene Umleitung ausweichen muss. Doch es gibt zunehmend Bedenken, dass viele Autofahrer stattdessen den Nittumer Weg und den Zehntweg als inoffizielle Abkürzung nutzen. Diese Straßen sind schmal, schlecht beleuchtet und für zusätzlichen Verkehr nicht ausgelegt.

Um das Problem zu lösen, schlägt die Volt/FWG-Fraktion die Installation von KI-gestützten Kamerasystemen an den Zu- und Ausfahrten vor. Diese sollen während der Sperrzeit die Zufahrt auf Anwohner beschränken. Die Technologie, inspiriert von Systemen in Schweizer Städten, würde mit spezieller Software nicht berechtigte Fahrzeuge erkennen – und dabei datenschutzkonform arbeiten.

Ähnliche Systeme sind bereits in deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und München im Einsatz. Dort helfen KI-Kameras, Sensoren und cloudbasierte Analysen, den Verkehr dynamisch zu steuern – selbst durch Umleitungen über Apps wie Google Maps. Die Fraktion betont, dass eine Umsetzung eine solide rechtliche Grundlage und eine klare öffentliche Kommunikation erfordert.

Der Vorschlag wird auf der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 3. März 2026 offiziell beraten. Während der Sitzung soll auch eine Machbarkeitsstudie für die Kamerasysteme beantragt werden.

Falls genehmigt, zielen die Überwachungsmaßnahmen darauf ab, illegale Abkürzungen durch Wohngebiete zu unterbinden. Der Plan der Fraktion setzt auf bewährte Technologie, hängt aber von rechtlicher Klarheit und Transparenz gegenüber der Bevölkerung ab. Eine Entscheidung wird nach der Prüfung durch den Ausschuss im nächsten Monat erwartet.

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