Forsa-Gründer Manfred Güllner zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück – doch nicht aus der Meinungsforschung

Ingetraut Austermühle
Ingetraut Austermühle
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Ein Mann steht an einem Podium mit Mikrofonen, trägt einen Mantel und eine Schärpe und hält ein Schild mit der Aufschrift "deva-Geschäftsführer sagt, es sei keine gute Idee für die Zukunft", ein Objekt und ein Bildschirm im Hintergrund.Ingetraut Austermühle

Forsa-Gründer Manfred Güllner zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück – doch nicht aus der Meinungsforschung

Manfred Güllner, der Gründer der Forsa GmbH, zieht sich aus dem operativen Tagesgeschäft der Arbeitsagentur zurück, bleibt der Meinungsforschung aber weiterhin eng verbunden. Seine Karriere begann mit einem Hobby, das sich zu einem der führenden Umfrageinstitute entwickelte – bekannt für seine telefonbasierten Befragungen. Künftig will er sich auf die Beratung der Forsa-Geschäftsführung konzentrieren und gleichzeitig weiterhin öffentlich Einblicke in seine Arbeit teilen.

Güllner gründete Forsa 1984 und baute den Ruf des Instituts auf direkten Bürgerbefragungen auf. Noch immer setzt das Institut auf computergestützte Telefoninterviews (CATI), eine Methode, die etwa im Deutschland-Monitor 2025 oder bei regionalen Umfragen wie der Erhebung in Mecklenburg-Vorpommern Anfang 2026 zum Einsatz kommt. Er betont, dass die direkte Nachfrage nach wie vor der beste Weg sei, um die Haltung der Menschen zu verstehen.

Trotz des Aufstiegs von Big Data argumentiert Güllner, dass reine Zahlen ohne fundierte Auswertung wenig aussagekräftig seien. Er plädiert dafür, Primärforschung mit einem größeren Kontext zu verknüpfen, und warnt davor, dass schlecht aufbereitete Daten zu irreführenden Schlussfolgerungen führen. Seine Kritik richtet sich auch an Medien und Politiker, die Umfrageergebnisse falsch interpretieren oder instrumentalisieren.

In seiner neuen Rolle wird Güllner weiterhin täglich aktuelle Umfragewerte erhalten, um die Stimmungslage in der Bevölkerung zu beobachten. Zudem führt er seinen Newsletter fort und berät die Forsa-Führung in Fragen der politischen und Wahlforschung. Dennoch bleibt er besorgt über unseriöse Praktiken in der Branche und prangert Akteure an, die fragwürdige Daten produzieren.

Güllners Rückzug aus der operativen Arbeit bedeutet keinen Rückzug aus der Forschung. Er wird weiterhin Einfluss darauf nehmen, wie Daten interpretiert werden, und dafür sorgen, dass menschliche Expertise im Zentrum der Umfrageforschung bleibt. Sein anhaltendes Engagement unterstreicht den bleibenden Wert traditioneller Befragungsmethoden in einer von digitalen Daten dominierten Zeit.

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