Essen kämpft gegen Hitze: Zwei Plätze werden klimafreundlich umgebaut

Norbert Thies
Norbert Thies
2 Min.
Ein Stadtplatz mit Bäumen, Gebäuden, Straßenlaternen, Fahrzeugen, Bänken und Pflanzen unter einem klaren blauen Himmel, mit einer Zimmerpflanze in der Mitte.Norbert Thies

Essen kämpft gegen Hitze: Zwei Plätze werden klimafreundlich umgebaut

Zwei öffentliche Plätze in Essen sollen in Kürze umfassend umgestaltet werden, um den Herausforderungen des Klimawandels besser zu begegnen. Die Stadt hat die Pläne für den Marktplatz Überruhr-Hinsel und den Giebelplatz in Margarethenhöhe genehmigt, mit dem Schwerpunkt, Hitze zu reduzieren und Regenwasser nachhaltig zu bewirtschaften. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2026 beginnen, nachdem die Finanzierung in diesem Jahr gesichert wurde.

Das Projekt startete im Januar, als der Ausschuss für Verkehr und Mobilität die Planungsbeschlüsse fasste. Bereits im Februar hatte der Stadtrat sowohl die Mittel als auch die Bauvorhaben bewilligt. Ziel der Umgestaltung ist es, Hitzestress zu verringern, die Wasserableitung zu verbessern und mehr Grünflächen für die Anwohner zu schaffen.

Am Marktplatz Überruhr-Hinsel sind 1.500 Quadratmeter begrünte Dächer und 2.500 Quadratmeter begrünte Fassaden geplant, zusätzlich zu 50 neu gepflanzten Bäumen. Zur Regenwasserbewirtschaftung werden durchlässige Pflasterbeläge, Bewässerungsspeicher und dezentrale Rückhaltesysteme eingebaut. Die Gesamtkosten für diesen Standort belaufen sich auf geschätzte 1,047 Millionen Euro, davon 47.000 Euro für die Planung und eine Million Euro für die Bauausführung.

Der Giebelplatz in Margarethenhöhe erhält 800 Quadratmeter begrünte Dächer, Sonnensegel sowie 30 zusätzliche Bäume. Das Regenwasser wird über Regenbeete, wasserdurchlässige Flächen und einen unterirdischen Zisterne mit 500 Kubikmetern Fassungsvermögen für die lokale Wiederverwendung aufgefangen. Das Projekt hat ein Budget von 948.000 Euro, wobei 38.000 Euro für die Planung und 910.000 Euro für die Bauarbeiten vorgesehen sind.

Die beiden Standorte verfolgen unterschiedliche Ansätze: Während in Überruhr-Hinsel Fassadenbegrünung und flächendeckende Versickerung im Vordergrund stehen, setzt Margarethenhöhe auf Regenbeete und eine zentrale Zisterne – trotz insgesamt geringerer Grünfläche.

Die Arbeiten an beiden Plätzen sollen im Sommer 2026 beginnen, nachdem die detaillierte Planung und die Ausschreibungen abgeschlossen sind.

Nach Fertigstellung werden die neu gestalteten Plätze dazu beitragen, die Temperaturen zu senken, Starkregen aufzufangen und der Öffentlichkeit mehr Grünflächen zu bieten. Die Projekte sind Teil der umfassenden Bemühungen Essens, sich an den Klimawandel anzupassen und gleichzeitig die städtische Lebensqualität zu verbessern. Beide Standorte bleiben während der Bauphase zugänglich, wobei die Arbeiten in Abschnitten erfolgen, um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

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