Proteste in Köln: Fahrer von Uber und Co. kämpfen gegen drastische Preiserhöhungen

Norbert Thies
Norbert Thies
2 Min.
Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Hong Kong, hält Schilder und Plakate hoch, mit Bäumen, glaswandigen Gebäuden, Fahrzeugen und Schildern im Hintergrund.Norbert Thies

Mietwagen-Fahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Proteste in Köln: Fahrer von Uber und Co. kämpfen gegen drastische Preiserhöhungen

Fahrer von Fahrvermittlungsdiensten wie Uber und FC Köln haben diese Woche in Köln gegen geplante Preiserhöhungen protestiert. Der Stadtrat erwägt eine neue Regelung, die Mindestpreise für Apps auf mindestens 80 Prozent der regulären Taxitarife anheben würde. Kritiker warnen, dass diese Änderung die Kosten für den Transport in Köln um über 50 Prozent steigen lassen könnte – und den Transport für viele Einwohner damit unerschwinglicher machen würde.

Rund 100 Fahrer nahmen an einer Demonstrationsfahrt durch die Kölner Innenstadt teil und äußerten ihre Bedenken gegen die geplanten Änderungen. Max Zombek, der Organisator der Kundgebung, betonte, dass bezahlbare Fahrvermittlungsdienste eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen spielten. Höhere Preise würden einkommensschwächere Bürger von erschwinglichen Transportmöglichkeiten ausschließen, so seine Warnung.

Auch Christoph Weigler, der Deutschland-Chef von Uber, teilte diese Sorgen. Köln sei ohnehin schon eine teure Stadt, erklärte er – die neue Preisstruktur würde die Mobilität für die Einwohner noch weiter verteuern. Aktuell kostet eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in Köln im Schnitt etwa 20,10 Euro, inklusive eines Grundpreises von 4,90 Euro und 2,60 Euro pro Kilometer.

Taxifahrer hingegen begrüßen die Pläne der Stadt. Sie werfen den Fahrvermittlungsdiensten vor, durch Dumpingpreise unfaire Konkurrenz zu schaffen. Ihre Vertreter argumentieren, dass Taxiunternehmen rund um die Uhr verfügbar sein und jede Fahrt annehmen müssten – anders als appbasierte Dienste, die flexibler agierten.

Der Stadtrat wird am 19. März über den Vorschlag zur Preiserhöhung beraten. Gleichzeitig planen die lokalen Behörden weitere Anpassungen der regulären Taxitarife, was die Sorgen über steigende Transportkosten zusätzlich schürt.

Sollte die neue Mindestpreisregelung beschlossen werden, würden die Preise für Fahrvermittlungsdienste in Köln deutlich steigen. Das könnte den Zugang zu bezahlbarem Transport für viele Kölner erschweren. Das Ergebnis der Debatte am 19. März wird entscheiden, ob die Änderungen bis Juni 2026 in Kraft treten.

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