Markus W. erhält nach falscher Antisemitismus-Anschuldigung durch Gil Ofarim öffentliche Unterstützung

Norbert Thies
Norbert Thies
2 Min.
Ein hellgelbes Plakat mit einem weißen Rand zeigt den fetten Text "Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft" und Bilder von verschiedenen, lächelnden Menschen, die den Betrachter anblicken.Norbert Thies

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. erhält nach falscher Antisemitismus-Anschuldigung durch Gil Ofarim öffentliche Unterstützung

Eine Crowdfunding-Kampagne ist gestartet worden, um Markus W. zu unterstützen – den Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Die Initiative folgt einer erneuten Welle der öffentlichen Solidarität mit W., nachdem Ofarim kürzlich bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! aufgetreten war, wo er 100.000 Euro gewann und insgesamt 400.000 Euro verdiente.

Der Fall begann am 4. Oktober 2021, als Ofarim Markus W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin-Hotel aus antisemitischen Gründen die Bedienung verweigert zu haben. Spätere Ermittlungen widerlegten diese Behauptung: Zeugenaussagen und Videoaufnahmen entlasteten W. vollständig. Im November 2023 entschuldigte sich Ofarim vor Gericht, willigte in eine Schadensersatzzahlung von 20.000 Euro ein und versprach, 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt.

Anfangs richtete sich die öffentliche Meinung gegen W., der mit Misstrauen und Anfeindungen konfrontiert war. Doch als die entlastenden Beweise bekannt wurden, wuchs die Sympathie für ihn. Nach Ofarims Sieg in der Reality-Show äußerte sich W. in Interviews – unter anderem mit der Zeit – und kritisierte, dass sich Ofarim erneut als Opfer darstelle. Dies löste eine neue Welle der Unterstützung für W. aus und führte zur Crowdfunding-Aktion.

Ein Influencer sammelt nun Spenden für W. und verspricht volle Transparenz nach Abschluss der Kampagne. W. plant, das Geld aufzuteilen: Ein Teil soll für gemeinsame Zeit mit der Familie verwendet werden, ein weiterer geht an die Organisation HateAid, die sich gegen Hass im Netz engagiert, sowie an die Leipziger Initiative Minilöwen, die Frühchen und kranke Neugeborene unterstützt.

Ofarims Anwalt erklärt, die zugesagten 20.000 Euro Schadensersatz würden gezahlt, sobald der Sänger über die notwendigen Mittel verfüge. Die Verzögerung stößt auf weitere Kritik, da Ofarim seine jüngsten Einnahmen aus der Reality-Show bisher nicht für die Begleichung der Schuld verwendet hat.

Die Crowdfunding-Kampagne zeigt, dass Markus W. auch zwei Jahre nach der falschen Anschuldigung weiterhin öffentliche Unterstützung erfährt. Ein Teil der gesammelten Gelder fließt in gemeinnützige Projekte, während W. sich auch Zeit mit der Familie finanzieren möchte. Unterdessen bleibt Ofarims ausstehende Zahlung weiter in der Kritik – trotz der Zusicherung seines Anwalts, die Forderung irgendwann zu begleichen.

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