EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Hochvolt-Antriebe für Elektroautos aus Dortmund

Klaus-Günter Sölzer
Klaus-Günter Sölzer
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Ein Plakat mit einem Auto und Text, der eine Steuergutschrift von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.Klaus-Günter Sölzer

EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Hochvolt-Antriebe für Elektroautos aus Dortmund

EU-gefördertes Projekt treibt Hochvolt-Antriebssysteme für Elektrofahrzeuge voran

Forschende der Fachhochschule Dortmund leiten eine neue Initiative, die hochmoderne Antriebstechnik für Elektroautos entwickeln soll. Das Projekt mit dem Namen ODYSSEV vereint Industriepartner und akademische Expert:innen, um effizientere und skalierbare Lösungen für E-Fahrzeuge zu schaffen.

Im Mittelpunkt von ODYSSEV steht die Entwicklung einer durchgängigen Wertschöpfungskette – von fortschrittlichen Halbleitern bis hin zu Schlüsselteilen wie Bordladern und Traktionswechselrichtern. Hochvoltsysteme ermöglichen eine effizientere Energieübertragung durch höhere Spannungen, was schnellere Ladevorgänge bei dünneren Kabeln und geringeren Wärmeverlusten ermöglicht. Dennoch gibt es noch Hürden, etwa bei der Isolation, den Grenzen der Halbleitertechnik und der Wärmeentwicklung in Batterien während des Schnellladens.

Um diese Herausforderungen zu meistern, setzt das Team auf digitale Werkzeuge wie Modellierung und Simulation. Diese Methoden erlauben es, Systeme virtuell zu optimieren, bevor physische Tests beginnen. Ein erster Prototyp des Hochvolt-Antriebssystems soll bald auf dem LaSiSe-Testgelände in Selm unter realen Bedingungen erprobt werden.

Zudem zielt das Projekt darauf ab, strenge Sicherheitsstandards für Hochvolt-Technologien in Elektrofahrzeugen zu etablieren. Durch die beschleunigte Einführung solcher Systeme unterstützt ODYSSEV die EU-Strategie, Europas Führungsrolle in der Antriebstechnik für E-Mobilität zu stärken. Beteiligt sind unter anderem Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen, die ihr Know-how gemeinsam mit Wissenschaftler:innen einbringen. Das nächste Koordinationstreffen ist für Juni an der Fachhochschule Dortmund geplant.

ODYSSEV soll Hochvolt-Antriebssysteme effizienter und besser skalierbar machen – ein wichtiger Schritt, um Europas Spitzenposition in der E-Mobilität zu sichern und gleichzeitig die Klimaziele im Verkehrssector voranzubringen. Die Tests des ersten Prototyps werden entscheidende Erkenntnisse zu Leistung und Sicherheit liefern.

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