Solingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Warum immer mehr Kinder nicht sicher schwimmen können
Klaus-Günter SölzerSolingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Warum immer mehr Kinder nicht sicher schwimmen können
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Begrenztes Schwimmbadangebot, Personalmangel und pandemiebedingte Unterbrechungen haben das Problem verschärft. Nun suchen Stadtverantwortliche nach neuen Wegen, um sicherzustellen, dass jedes Kind diese lebenswichtige Fähigkeit erlernt.
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat hat vorgeschlagen, Schwimmhelfer einzusetzen, um den Unterricht zu verbessern. Diese Unterstützer würden die Lehrkräfte im Becken entlasten, kleinere Gruppen betreuen und den Kindern mehr individuelle Aufmerksamkeit schenken. Der Vorschlag folgt der Sorge, dass mangelnde Schwimmfähigkeiten jährlich zu Ertrinkungsunfällen beitragen.
Der Solinger Stadtsportbund fordert eine dauerhafte Finanzierung von etwa 75.000 Euro pro Jahr. Das Geld soll Schwimmhelfer an allen Schulformen ermöglichen und so eine durchgehende Unterstützung gewährleisten. Gleichzeitig wurde die Stadtverwaltung aufgefordert, frühere Erfahrungen mit solchen Kräften auszuwerten und deren langfristige Machbarkeit zu prüfen.
Externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche Hilfe leisten. Allerdings bleiben deren Wirkung und Reichweite ungewiss. Frühzeitiger, verlässlicher Schwimmunterricht gilt als entscheidend, um Tragödien zu verhindern und das Selbstvertrauen der Kinder im Wasser zu stärken.
Der Vorstoß für Schwimmhelfer kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Kinder grundlegende Schwimmstandards nicht erfüllen. Bei einer Finanzierung könnte das Konzept sicherere und effektivere Schwimmstunden bieten. Nun muss die Stadt entscheiden, ob sie sich langfristig zu Investitionen in das Programm verpflichtet.






