Essen fördert sechs Sportvereine mit neuen Zuschüssen für Modernisierungen
Raymund LindauEssen fördert sechs Sportvereine mit neuen Zuschüssen für Modernisierungen
Sechs Sportvereine in Essen erhalten zusätzliche Fördergelder für die Modernisierung ihrer Anlagen, nachdem der Ausschuss für Sport und Freizeit der Stadt neue Zuschüsse bewilligt hat. Die aktuelle Vergaberunde folgt einem strategischen Kurswechsel: Künftig sollen vor allem kleinere, gemeinwohlorientierte Vereine unterstützt werden – und nicht mehr ausschließlich große, leistungsorientierte Organisationen. Jeder geförderte Verein trägt dabei 60 Prozent der Projektkosten selbst, während die Stadt wie üblich nur 40 Prozent als Zuschuss übernimmt.
Den höchsten Betrag in Höhe von 64.612,22 Euro erhielt der ETUF e.V. für ein neues Ausbildungs- und Trainingszentrum seiner Segelabteilung. Der Tennisclub Burgaltendorf e.V. sicherte sich 16.868,34 Euro zur Sanierung zweier Plätze, während die Kettwiger Tennisgesellschaft e.V. 9.871,48 Euro für die Erneuerung eines veralteten Entwässerungssystems bekam.
Auch kleinere, aber dringend notwendige Maßnahmen wurden gefördert: Der SuS Haarzopf 1924 e.V. kann mit 5.550,31 Euro die Fassade seines Vereinsheims renovieren, der Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie der Universität Duisburg-Essen e.V. erhält 6.356,10 Euro für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, und der Eisenbahner Sportverein Grün-Weiß Essen e.V. bekommt 2.391,37 Euro zur Modernisierung seiner Stromverteilung.
Da diese Projekte nicht für das Landesprogramm "Moderne Sportstätten 2022" infrage kommen, sind die Vereine vollständig auf kommunale Unterstützung angewiesen. Der Ausschuss hatte zuletzt im September 2025 über Bauzuschüsse für vereinseigene Anlagen entschieden – ein weiterer Baustein der Essener Förderstrategie. Deutlich wird dabei ein Wandel: Noch vor 2025 flossen die Mittel – wie etwa die 12 Millionen Euro im Jahr 2022 – vorrangig in den Spitzensport. Doch seit einem Ratsbeschluss vom 15. Dezember 2025 liegt der Fokus auf Inklusion und Breitensport; für 2025 sind hierfür 14 Millionen Euro vorgesehen.
Die Zuschüsse helfen den Vereinen, ihre Infrastruktur zu verbessern, ohne vollständig auf Landesmittel angewiesen zu sein. Dennoch müssen sie den Großteil der Kosten selbst tragen, da der städtische Anteil bei 40 Prozent gedeckelt bleibt. Die aktuellen Bewilligungen unterstreichen Essens Bestreben, ein breiteres Spektrum an Sportvereinen zu fördern – insbesondere solche, die sich in den Stadtteilen engagieren.






