11 May 2026, 06:27

Deutz senkt Umsatzprognose 2024 drastisch und startet radikales Sparprogramm

Eine Liniengrafik zeigt die Anzahl der US-Geschäfte, die von der COVID-19-Pandemie betroffen sind, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung durch Branche, mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Deutz senkt Umsatzprognose 2024 drastisch und startet radikales Sparprogramm

Deutz AG senkt Umsatzprognose für 2024 auf rund 1,8 Milliarden Euro

Der Kölner Motorenhersteller Deutz hat seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert: Statt der bisher angestrebten 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro rechnet das Unternehmen nun nur noch mit etwa 1,8 Milliarden Euro. Grund für die Herabstufung sind stark rückläufige Nachfrage und verschärfte Marktbedingungen. Als Reaktion hat Deutz ein umfassendes Sparprogramm eingeleitet.

Die Krise des Unternehmens verschärft sich durch sinkende Auftragseingänge und eine zunehmend schwierige Marktlage. Um die Talfahrt zu bremsen, will Deutz bis Ende 2026 die jährlichen Kosten um 50 Millionen Euro reduzieren. Bereits im letzten Quartal dieses Jahres setzen erste Maßnahmen ein – darunter Produktionskürzungen, Verwaltungsabbau und Stellenstreichungen. Allein diese Sofortmaßnahmen sollen rund 20 Millionen Euro einsparen.

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Seit dem 1. Oktober zeichnet Oliver Neu als neuer Finanzvorstand verantwortlich. Seine Aufgabe besteht darin, das Unternehmen durch die turbulente Phase zu steuern und wieder in die Gewinnzone zu führen. Investoren und Analysten werden die nächsten Quartalszahlen, die am 7. November veröffentlicht werden, mit Spannung verfolgen. Sie geben ersten Aufschluss darüber, ob die neue Finanzstrategie greift.

Langfristige Ziele wie ein Umsatz von 4 Milliarden Euro bis 2030 bei einer Gewinnmarge von 10 Prozent wirken unter den aktuellen Rahmenbedingungen unrealistisch. Angesichts der Marktverwerfungen steht für Deutz nun das Überleben im Vordergrund – nicht mehr das Wachstum.

Das Sparprogramm sieht tiefe Einschnitte vor, von den Produktionslinien bis hin zu den Verwaltungsbereichen. Gelingen die Maßnahmen, könnten sie die Finanzen des Unternehmens in den kommenden zwei Jahren stabilisieren. Der nächste Finanzbericht Anfang November wird die erste Bewährungsprobe für Neu und seine Führung sein.

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