Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Wirtschaftsstandort
Raymund LindauBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Wirtschaftsstandort
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat einen neuen Vorstoß vorgestellt, um Gewerbeflächen für das künftige Wirtschaftswachstum zu sichern. Der Plan sieht die Einführung eines Vorkaufsrechts für das Gewerbegebiet West vor, das ein bedeutendes Areal im Stadtzentrum umfasst.
Die Maßnahme zielt auf einen 18,8 Hektar großen Abschnitt des Gewerbegebiets West ab, mit besonderem Fokus auf das 11 Hektar umfassende Gelände von Saint-Gobain Isover. Das Areal liegt zentral in Bergisch Gladbach und ist etwa halb so groß wie das Zanders-Gelände. Ein Großteil der Fläche wird derzeit von Saint-Gobain Isover genutzt, das in den vergangenen Jahren jedoch erhebliche Verkleinerungen vorgenommen hat.
Im Entwurf der Verordnung heißt es, dass Teile des Geländes brachliegen oder nur unzureichend genutzt werden. Dies hat die Stadt veranlasst, präventiv zu handeln, um im Falle eines Rückzugs von Saint-Gobain eingreifen zu können. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung der Sicherung von Gewerbeflächen für die langfristige wirtschaftliche Stabilität der Stadt.
Ziel der Verwaltung ist es, die begrenzten gewerblichen Flächen im Stadtzentrum zu schützen und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. Trotz der Vorbereitungen der Stadt erklärte Michel Wenger, Sprecher von Saint-Gobain, dass das Unternehmen weiterhin in den Standort investiere und derzeit keine Pläne habe, das Gelände zu verkaufen.
Dem Stadtrat wird nun empfohlen, die Vorkaufsrechtsverordnung zu verabschieden. Damit würde Bergisch Gladbach die Möglichkeit erhalten, das Gelände bei einem möglichen Verkauf vorrangig zu erwerben. Die Initiative soll die städtische Entwicklung unterstützen und wirtschaftliche Chancen in der Region erhalten.






