10 May 2026, 22:27

Abgelehnt, aber freiwillig gegangen: Warum Asylbewerber Deutschland selbst verlassen

Liniengraph, der die Anzahl der Personen zeigt, denen von 1990 bis 2016 in den Vereinigten Staaten Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Abgelehnt, aber freiwillig gegangen: Warum Asylbewerber Deutschland selbst verlassen

Mahammad Zeynalov, ein aserbaidschanischer Asylbewerber, bereitet sich darauf vor, Deutschland zu verlassen, nachdem sein Antrag abgelehnt wurde. Sein Fall steht exemplarisch für die wachsenden Bemühungen der Behörden, freiwillige Ausreisen statt kostspieliger Abschiebungen zu fördern. Allein in Hamm wurden in den letzten drei Jahren 753 solche Rückkehrer organisiert.

Zeynalov droht nun die Abschiebung, doch er hat sich entschieden, das Land aus eigenem Antrieb zu verlassen. Seine Situation ähnelt der anderer Familien wie den Demirs, die sich bereits vor einem offiziellen Asylbescheid für die Rückkehr in ihre Heimat entschieden. Finanzielle Anreize spielen dabei eine Rolle – Zeynalovs Familie erhielt 6.000 Euro zur Unterstützung ihrer Rückkehr.

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Abschiebungen bleiben eine teure Alternative. Ein einzelner Charterflug nach Pakistan kostete kürzlich über 400.000 Euro, was die Forderungen nach mehr freiwilligen Ausreisen verstärkt. Ministerin Josefine Paul hat darauf reagiert, indem sie die Unterstützung ausbaute und 24,5 neue Beratungsstellen schuf, um abgelehnten Asylbewerbern zu helfen. Das Ziel der Landesregierung ist klar: Zwangsabschiebungen reduzieren, indem freiwillige Rückkehren erleichtert werden.

Die Behörden betonen weiterhin die Vorteile selbst organisierter Ausreisen. Angesichts steigender Kosten und logistischer Herausforderungen ist es zur Priorität geworden, Menschen wie Zeynalov zu motivieren, freiwillig zu gehen.

Der Vorstoß für freiwillige Rückkehren soll die finanziellen und administrativen Belastungen des Staates verringern. Mit mehr Beratungspersonal hoffen die Verantwortlichen auf eine Zunahme von Fällen wie dem von Zeynalov. Der Fokus liegt derzeit darauf, Unterstützung anzubieten – statt Abschiebungen durchzusetzen.

Quelle