58 Millionen Euro fließen in die Umstrukturierung der GFO Kliniken Rhein-Berg
Klaus-Günter Sölzer58 Millionen Euro fließen in die Umstrukturierung der GFO Kliniken Rhein-Berg
Nordrhein-Westfalens Krankenhaussektor steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Die ersten Mittel aus dem Bund-Länder-Krankenhaustransformationsfonds fließen. Die GFO Kliniken Rhein-Berg erhalten 58 Millionen Euro, um ihre Standorte umzustrukturieren, Engpässe zu entschärfen und die Versorgungsqualität zu verbessern. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (NRW) würdigte den Schritt als "wichtigen Meilenstein" der bundesweiten Krankenhausreform.
Die Bundes- und Landesregierungen haben die Netzwerkstrategie der GFO Kliniken Rhein-Berg genehmigt und damit die Freigabe der 58 Millionen Euro ermöglicht. Das Geld soll vor allem die beengte Situation im Vinzenz-Pallotti-Krankenhaus in Bensberg entschärfen. Die Klinik ist auf Innere Medizin, Rektumtumor-Chirurgie und Urologie spezialisiert, leidet jedoch seit Langem unter Platzmangel.
Laut Umstrukturierungsplan bleiben die Fachbereiche Neurologie und Geriatrie zentral am Marien Hospital in Bergisch Gladbach angesiedelt. Das Vinzenz-Pallotti-Krankenhaus wird dagegen seine Grund- und Regelversorgung ausbauen, während die Spezialangebote erhalten bleiben. Zudem entstehen durch die Maßnahmen zusätzliche Räume für die Berufsfachschule für Gesundheitsberufe am Marien Hospital, und die Hospizversorgung wird verbessert.
Der Krankenhaustransformationsfonds mit einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro soll zwischen 2026 und 2035 bundesweit ähnliche Projekte fördern. Ziel ist die Modernisierung der Kliniken, der Ausbau der Digitalisierung und eine stärkere medizinische Spezialisierung in Deutschland. Die GFO Kliniken Rhein-Berg stocken die Bundesmittel mit Eigenmitteln auf, um die Umsetzung zu sichern.
Die 58-Millionen-Investition ist das erste greifbare Ergebnis der Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen. Während das Vinzenz-Pallotti-Krankenhaus seine Kapazitäten erweitert, festigt das Marien Hospital seine Rolle in der Ausbildung und Palliativversorgung. Weitere Förderentscheidungen für andere Häuser werden im Rahmen des Programms erwartet.






