21 April 2026, 06:28

Warum der Karsamstag trotz religiöser Bedeutung kein Feiertag ist

Eine altmodische Osterkarte mit zwei Kindern in einem Ei, flankiert von zwei Kaninchen, mit einem Text, der einen fröhlichen Ostergruß wünscht.

Warum der Karsamstag trotz religiöser Bedeutung kein Feiertag ist

Karsamstag – ein Tag zwischen Trauer und Auferstehung

Der Karsamstag, der Tag vor Ostersonntag, hat in der christlichen Tradition eine tiefe Bedeutung. Er markiert das Ende der Fastenzeit und ist eine Zeit der Besinnung auf die Grablegung Christi. Doch trotz seiner religiösen Wichtigkeit ist der Karsamstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein gesetzlicher Feiertag.

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In Deutschland bleibt der Karsamstag – manchmal auch als Ostersamstag bezeichnet – ein ganz normaler Arbeitstag. Arbeitnehmer müssen wie gewohnt ihrer Tätigkeit nachgehen, und es gibt keinen Anspruch auf Sonderzahlungen. Zwar mag es in einigen Regionen eine Aufforderung zu stiller Einkehr geben, doch Behörden und Unternehmen haben in der Regel regulär geöffnet, mit nur geringfügigen Anpassungen der Öffnungszeiten.

Das Datum des Karsamstags verschiebt sich jährlich, da es sich nach kirchlichen Berechnungen richtet. 2026 fällt er auf den 4. April, Ostersonntag folgt am 5. April. Theologisch korrekt heißt der Tag zwar Karsamstag, umgangssprachlich ist jedoch auch die Bezeichnung Ostersamstag verbreitet.

Österreich und die Schweiz handhaben den Tag ähnlich. Keines der beiden Länder hat den Karsamstag als gesetzlichen Feiertag ausgewiesen – er gilt schlicht als gewöhnlicher Werktag.

Für die meisten Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bringt der Karsamstag weder automatische Freistellung noch zusätzlichen Lohn. Behörden und Betriebe arbeiten weiter, wenn auch in manchen Regionen mit etwas reduziertem Betrieb. Diese fehlende offizielle Anerkennung steht im Kontrast zu seiner zentralen Rolle im christlichen Brauchtum.

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