17 April 2026, 06:35

Vom Stall zur Kunst: Wie die Weihnachtskrippe durch die Jahrhunderte wanderte

Eine hölzerne Krippe in einer Schachtel auf einem Tisch, mit einer Lampe links und einer Wand im Hintergrund, geschmückt mit Weihnachtsbäumen, Tieren und einem Haus.

Vom Stall zur Kunst: Wie die Weihnachtskrippe durch die Jahrhunderte wanderte

Nationaler Tag der Weihnachtskrippe wird jedes Jahr am 7. Dezember begangen. Der Feiertag würdigt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt – von der frühen christlichen Kunst bis zu modernen häuslichen Darstellungen. Ins Leben gerufen wurde er von Sven Giese, dem Schöpfer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".

Die ältesten Krippendarstellungen waren schlicht und zeigten lediglich das Jesuskind neben einem Ochsen und einem Esel. Mit der Zeit entwickelte sich die Tradition weiter: Im späten 16. Jahrhundert übernahmen italienische Haushalte detailliertere Szenen. Anfang des 17. Jahrhunderts begannen auch Kirchen in Bayern, eigene Krippen aufzustellen.

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1802 führte die Säkularisation zu einem Verbot von Weihnachtskrippen in Kirchen, wodurch sich die Tradition in private Haushalte verlagerte. Zur gleichen Zeit wurden zusätzliche Figuren wie Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige gegen Ende des 18. Jahrhunderts üblich. Im späten 19. Jahrhundert brachte die Massenproduktion erschwingliche Krippenfiguren auf den Markt – so konnten sich auch weniger begüterte Familien an der Tradition beteiligen.

Heute hängt der Erhalt aufwendiger Krippendarstellungen von privaten Sammlern und engagierten Krippenbauvereinen ab. Ihr Einsatz bewahrt die Tradition – von bescheidenen häuslichen Arrangements bis hin zu ausgefeilten öffentlichen Ausstellungen.

Der Nationale Tag der Weihnachtskrippe lenkt den Blick auf eine Praxis, die sich über Hundert Jahre hinweg gewandelt hat. War sie einst auf schlichte Darstellungen beschränkt, reichen Weihnachtskrippen heute von einfachen Sets bis zu komplexen Inszenierungen. Der Tag erinnert daran, wie sich kulturelle und religiöse Bräuche anpassen und dennoch Teil der festlichen Feiern bleiben.

Quelle