Volker Wissing attackiert FDP: "Die Partei hat ihren Weg verloren"
Ingetraut AustermühleVolker Wissing attackiert FDP: "Die Partei hat ihren Weg verloren"
Der ehemalige FDP-Politiker Volker Wissing hat seiner alten Partei vorgeworfen, den Weg verloren zu haben. Seine Kritik kommt, nachdem er die Freien Demokraten nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen hat. Wissing argumentiert nun, die Partei müsse vor der anstehenden Führungswahl im Mai ihre Ausrichtung klären.
Wissing trat aus der FDP aus, blieb aber als parteiloser Minister in der Regierung. Er wirft der Partei vor, sie habe es nicht geschafft, Wahlen zu gewinnen, weigere sich jedoch, die eigenen Fehler zu analysieren. Stattdessen gebe sie anderen die Schuld für ihre Misserfolge.
Unter der Führung von Christian Dürr, der seit Mai 2025 den FDP-Vorsitz innehat, hält die Partei konsequent an einem marktliberalen Kurs fest. Trotz Sitzverlusten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr betont sie weiterhin wirtschaftliche Freiheit und Reformen. Dürr hat sich gegen alternative Visionen – etwa von Marie-Agnes Strack-Zimmermann – gestellt und wird im Mai zur Wiederwahl antreten.
Wissing wirft der FDP vor, sie drifte nach rechts ab und verfolge nur kurzfristige Trends. Er fragt, welches Zukunftsbild die Partei den Wählern tatsächlich biete. Beim Führungsduell im Mai wird Dürr gegen Henning Höne antreten; die Delegierten entscheiden dann über die nächste Ausrichtung der Partei.
Der FDP-Parteitag im Mai wird zeigen, ob Dürr seinen libertären Kurs fortsetzt oder ob Höne die Führung übernimmt. Wissings Austritt und seine Kritik verdeutlichen die inneren Spannungen über Strategie und Identität. Das Ergebnis wird die künftige Ausrichtung der Partei vor den nächsten Wahlen prägen.






