Verkehrsausschuss beschließt Umbrüche: Radwege gestrichen, Straßenprojekte verschoben
Norbert ThiesVerkehrsausschuss beschließt Umbrüche: Radwege gestrichen, Straßenprojekte verschoben
Ausschuss für Mobilität und Verkehr trifft wegweisende Entscheidungen zu Straßenprojekten
In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Mobilität und Verkehr wichtige Weichenstellungen für mehrere Straßenprojekte vorgenommen. Während die Buchholzstraße weitgehend ihr bestehendes Verkehrslayout behält, müssen andere Pläne verschoben oder sogar zurückgenommen werden. Personalmangel und gerichtliche Entscheidungen haben die Beschlüsse maßgeblich geprägt.
Für die Neugestaltung der Buchholzstraße entschied sich das Gremium für Variante 1, die den Großteil der bisherigen Verkehrsführung bewahrt. Auf Initiative von SPD und Grünen wurden jedoch zusätzliche Verbesserungen für den Radverkehr aufgenommen. Unterdessen wurde das geplante Radwegprojekt am Hasenweg in Refrath gestoppt – die bereits umgesetzten Maßnahmen sollen nun wieder rückgebaut werden. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda räumte den Rückschlag ein und verwies auf ein rechtswidriges Urteil des Verwaltungsgerichts Köln.
Die Sanierung der Leverkuser Straße soll erst Ende 2027 beginnen, da zuvor RheinNetz eine Wassertransportleitung ersetzen muss. Zudem wurde das Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2028 grundsätzlich gebilligt, wobei zunächst nur die 34 Vorhaben für 2026 – von der Altenberger-Dom-Straße bis zum Wickenpädchen – konkret festgeschrieben wurden. Auf der Paffrather Straße entstehen zwischen Reuterstraße und Stationsstraße beidseitig geschützte Radspuren.
Die CDU hatte gefordert, die Straße Auf der Kaule in Refrath zu verbreitern und die Einbahnregelung aufzuheben, um Lkw-Zufahrten zu erleichtern. Migenda widersprach jedoch mit Verweis auf bestehende Bestandsrechte und den akuten Personalmangel. Die Stadtverwaltung betonte ihre begrenzten Kapazitäten: Aktuell ist nur eine einzige Mitarbeiterin für statische Verkehrsprojekte zuständig – und diese befindet sich derzeit im Urlaub.
Die Beschlüsse des Ausschusses spiegeln sowohl Fortschritte als auch Grenzen wider. Während Projekte wie die Umgestaltung der Buchholzstraße vorankommen, müssen andere – etwa die Radwege am Hasenweg – gestrichen werden. Haushaltskürzungen und Personalengpässe schränken die Umsetzungskraft der Stadt weiterhin ein.






