18 June 2026, 20:20

Streit um Dortmunder Opernhaus: Ex-Chefredakteur lehnt Kulturprojekt ab

Sehr geehrter Moritz Doebler,

Streit um Dortmunder Opernhaus: Ex-Chefredakteur lehnt Kulturprojekt ab

Der ehemalige Chefredakteur der Rheinischen Post hat sich öffentlich gegen Pläne zum Bau eines Opernhauses in Dortmund ausgesprochen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Kosten sowie das bestehende Opernangebot in benachbarten Städten wie Köln, Duisburg, Dortmund und Bonn. Die Debatte hat Kritik von einem ehemaligen Kollegen hervorgerufen, mit dem der Chefredakteur einst in Bremen zusammengearbeitet hat.

Der Autor erinnert sich an die Zielperson aus seiner eigenen Zeit als Chefredakteur des Weser-Kuriers in Bremen. Er beschreibt den heutigen Zustand der Zeitung als ähnlich wie unter der Führung des damaligen Chefredakteurs. Dessen Prioritäten lagen damals auf Auflagenzahlen, Gewinnen und Selbstinszenierung – nicht auf kulturellen Belangen.

Nun, als Chefredakteur der Rheinischen Post, argumentiert die Zielperson gegen das Dortmunder Opernhausprojekt. Er verweist auf hohe Sanierungskosten, wie sie etwa in Köln angefallen seien, und plädiert dafür, die Pläne aufzugeben. Seine Position lautet, dass in den umliegenden Städten bereits ausreichend Opernhäuser existieren.

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Der Autor warnt jedoch, dass diese Haltung zum Niedergang der Opernkultur in der Region führen könnte. Er weist darauf hin, dass die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf 570 Menschen beschäftigt und zudem Musikschulen, Bibliotheken sowie Bildungsprojekte fördert. Würden andere Städte dieser Logik folgen, so seine Befürchtung, gäbe es irgendwann in keiner Stadt mehr ein Opernhaus. Der Zielperson wird vorgeworfen, Kunst vor allem in finanziellen Kategorien zu bewerten und Investitionen in trendige Restaurants höher zu gewichten als in kulturelle Einrichtungen.

Der Streit spiegelt unterschiedliche Auffassungen über die Rolle von Kultur in der städtischen Entwicklung wider. Der Einfluss der Zielperson könnte die Entscheidung über das Dortmunder Opernhaus maßgeblich prägen. Das Ergebnis wird nicht nur das kulturelle Gesicht der Stadt, sondern auch die Arbeitsplätze in solchen Institutionen beeinflussen.

Quelle