15 May 2026, 16:35

Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

Israeli Soldaten in Helmen und Ausrüstung stehen in Jerusalems alter Stadt, einige halten Gewehre, mit Gebäuden und einem Banner im Hintergrund.

Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

Gedenkveranstaltungen in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

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Eine kleine Gruppe versammelte sich diese Woche in Bergisch Gladbach, um an den zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel zu erinnern. Die Gedenkveranstaltungen am Dienstag umfassten eine morgendliche Schweigeminute und eine Abendkundgebung – beide mit nur wenigen Teilnehmern. Trotz anhaltender Bemühungen blieb die öffentliche Resonanz gering, und keine lokalen Amtsträger nahmen teil.

Um 6:56 Uhr trafen sich etwa zwölf Personen am Holocaust-Mahnmal im Villa-Zanders-Park. Sie standen schweigend zusammen, um der Opfer des Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 zu gedenken. Später versammelten sich rund 40 weitere Menschen zu einer Mahnwache auf dem Trotzenburgplatz, begleitet von zwei Polizeibeamten.

Die Abendkundgebung auf dem Marktplatz umfasste eine Lesung von Petra Hemming, der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins. Sie trug ein Interview mit einer Überlebenden vor, während ein israelischer Gast Hatikva, die Nationalhymne Israels, sang. Die Organisatoren wiesen darauf hin, dass die israelische Flagge, die noch ein Jahr zuvor am Rathaus gehisst worden war, diesmal fehlte.

Seit zwei Jahren veranstaltet der Verein für die Städtepartnerschaft Ganey Tikva–Bergisch Gladbach sowie die Solidaritätsinitiative Bergisch Gladbach–Nir Oz wöchentlich Mahnwachen. Jeden Dienstag um 18 Uhr fordern sie die Freilassung der noch immer von der Hamas festgehaltenen Geiseln. Die Gruppen betonen, dass sie keine politischen Verbindungen zu israelischen Innenangelegenheiten haben und sich ausschließlich auf die humanitäre Krise konzentrieren.

Keine Passanten schlossen sich der Kundgebung an, und keine lokalen Vertreter waren anwesend. Die Veranstaltung verlief ohne öffentliche Reaktion. Die Gedenkveranstaltungen finden weiterhin wöchentlich statt, doch die Teilnahme bleibt begrenzt. Die Organisatoren halten an ihrer Forderung nach Freilassung der Geiseln und dem Gedenken an die Opfer fest. Die nächste Mahnwache wird wie gewohnt stattfinden – Änderungen wurden nicht angekündigt.

Quelle