Solingen wehrt sich gegen Kritik an Notfalldiensten und fordert Reformen der Finanzierung
Klaus-Günter SölzerSolingen wehrt sich gegen Kritik an Notfalldiensten und fordert Reformen der Finanzierung
Solingen hat sich zu den anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Standards und Finanzierung der Notfalldienste geäußert. Die Stadt betont, dass die aktuellen Versorgungspläne gesetzlich vorgeschrieben seien und nicht allein in kommunaler Verantwortung lägen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in eine schnelle und zuverlässige Notfallversorgung.
Die Stadt weist Vorwürfe zurück, wonach die Kommunen durch den Ausbau der Notdienste für steigende Kosten verantwortlich seien. Stattdessen argumentiert Solingen, dass die Debatte über die Finanzierung nicht auf die Schultern der lokalen Behörden abgewälzt werden dürfe. Vielmehr kritisiert die Stadt strukturelle Mängel im Finanzierungssystem, das den Realitäten der modernen Notfallmedizin nicht gerecht werde.
Für das Jahr 2026 wurde zwar eine Übergangsregelung vereinbart, diese bleibt jedoch vorläufig. Solingen begrüßt zwar geplante Reformen auf Bundesebene, fordert aber eine vollständige Kostenerstattung für alle Notfalldienste. Zudem warnt die Stadt davor, die anstehende Phase der Qualitätssicherung als reines Sparinstrument zu betrachten.
Die Verwaltung präzisiert, dass ein „Fehlalarm“ dann vorliege, wenn ein Rettungswagen Patienten vor Ort behandle, ohne sie zu transportieren. Für künftige Gespräche sei eine gemeinsame Analyse unter Einbeziehung aller Beteiligten unerlässlich, so die Stadt.
Solingen hält daran fest, dass die Notfallversorgung schnell, flächendeckend und von hoher Qualität bleiben müsse. Gefordert wird ein gemeinsamer Ansatz, um Finanzierungs- und Strukturprobleme zu lösen. Die vorübergehende Lösung für 2026 behebt nicht die grundlegenden Herausforderungen – weitere Schritte seien daher unverzichtbar.
