S11-Ausbau in NRW startet 2030: Modernisierung für 836 Millionen Euro
Norbert ThiesS11-Ausbau in NRW startet 2030: Modernisierung für 836 Millionen Euro
NRWs S11-Bahnausbau erhält grünes Licht – Start der Bauarbeiten für 2030 geplant
Der Ausbau der S11 in Nordrhein-Westfalen kommt voran, nachdem wichtige Planungsgenehmigungen erteilt wurden. Das 836 Millionen Euro teure Projekt sieht eine Modernisierung der Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln vor, darunter neue Haltepunkte und eine verbesserte Barrierefreiheit. Die Behörden rechnen damit, dass die Baugenehmigungen noch in diesem Sommer finalisiert werden, sodass die Arbeiten voraussichtlich Ende 2030 beginnen können.
Zum Ausbau gehören ein zweites Gleis, ein neu gebauter Bahnhof in Bergisch Gladbach sowie ein neuer Haltepunkt in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach vollständig barrierefrei ausgebaut. Geplant sind drei neue Mittelbahnsteige: zwei am Kölner Hauptbahnhof und einer an der Station Köln Messe/Deutz.
Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Bauaufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Die erste größere Vollsperrung ist für kurz nach Ostern 2026 vorgesehen, um den Bau eines digitalen Stellwerks in Mülheim vorzubereiten. Nach Fertigstellung soll die Linie im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Hauptverkehrszeiten fast alle fünf Minuten.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 836 Millionen Euro, wobei der Bund 531 Millionen und das Land NRW 305 Millionen Euro beisteuert. Allerdings könnte sich der geplante Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im Jahr 2032 verzögern, da es Überschneidungen mit anderen Schienenprojekten gibt. Bergisch Gladbachs stellvertretender Bürgermeister, Ragnar Migenda, äußerte die Hoffnung, dass die Bauarbeiten bereits Ende 2030 starten könnten.
Der Ausbau der S11 wird schnellere, häufigere Verbindungen und eine bessere Barrierefreiheit in der Region bringen. Mit den fast gesicherten Genehmigungen rückt nun die Umsetzung der Bauzeitleiste und die Bewältigung möglicher Verzögerungen in den Fokus. Das Projekt bleibt eine der größten Bahninvestitionen Nordrhein-Westfalens der letzten Jahre.






