07 May 2026, 02:26

Rückgang von Gewalt und Straftaten in deutschen Fußballstadien – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Gruppe von Menschen, die Fußball auf einem Feld spielen, tragen Sportbekleidung, Helme und Fußballschuhe, einige halten Kameras; Zuschauer sitzen und stehen im Hintergrund hinter Geländern und Stufen.

Rückgang von Gewalt und Straftaten in deutschen Fußballstadien – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Verletzungen und Straftaten bei deutschen Fußballspielen gehen zurück

Laut neuen Zahlen sind Verletzungen und Straftaten im Umfeld deutscher Fußballspiele in der vergangenen Saison zurückgegangen. Die Zahl der Verletzten sank um 17 Prozent, während auch die eingeleiteten Strafverfahren deutlich zurückgingen. Dennoch fordern Behörden strengere Maßnahmen gegen Gewalt.

Insgesamt wurden in der Saison 2023/24 in den drei höchsten deutschen Profiligen 1.107 Verletzungen registriert – 231 weniger als im Vorjahr. Unter den Verletzten waren 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte.

Die Behörden leiteten 5.197 Strafverfahren ein, ein Rückgang um 22 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Allerdings stieg der Missbrauch von Pyrotechnik deutlich an: Mit 4.783 Verstößen gab es hier einen Anstieg um 73 Prozent.

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, verurteilte die Gewalt und bezeichnete die Zahl der Verletzten als inakzeptabel. Er forderte, dass Täter stadionweit gesperrt werden. Fanvereine wiesen hingegen Vorwürfe einer flächendeckenden Gewalt zurück und warfen vor, solche Darstellungen seien übertrieben und irreführend.

Trotz hoher Zuschauerzahlen bleiben Strafanzeigen und Verletzungen seit Jahren auf sehr niedrigem Niveau, betonten die Behörden. Zudem verwiesen sie darauf, dass Großveranstaltungen wie das Oktoberfest ein weitaus höheres Sicherheitsrisiko darstellen als Fußballspiele.

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Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen klaren Rückgang bei Verletzungen und Straftaten im deutschen Fußball. Doch der Anstieg von Pyrotechnik-Delikten und die anhaltenden Bedenken der Behörden deuten darauf hin, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Vereine und Polizei werden voraussichtlich weiter unter Druck stehen, in den Stadien strengere Sicherheitsvorkehrungen durchzusetzen.

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