Regionalplan Ruhr gekippt: Gericht stoppt umstrittene Abgrabungsflächen
Norbert ThiesRegionalplan Ruhr gekippt: Gericht stoppt umstrittene Abgrabungsflächen
Ein Gericht hat den gesamten Regionalplan Ruhr für rechtswidrig erklärt. Die Entscheidung folgt auf den Widerstand von Rheinberg, dem Kreis Wesel und weiteren Kommunen gegen die geplante Ausweitung von Abgrabungsflächen. Rheinberg begrüßt das Urteil.
Rheinberg hatte gemeinsam mit dem Kreis Wesel und benachbarten Städten gegen den Plan geklagt. Sie argumentierten, dass die Erweiterung Menschen, Natur und Landschaft im Niederrhein-Gebiet schaden würde. Bürgermeister Philipp Richter verwies auf die bereits bestehenden Belastungen der Stadt durch Kies- und Sandabbau.
Das Gericht gab den Klägern recht und erklärte den Regionalplan für ungültig. Die schriftliche Begründung des Urteils steht noch aus. Richter forderte für künftige Planungen eine ausgewogenere Herangehensweise.
Der Kreis Wesel und die betroffenen Kommunen werden das Urteil nun prüfen und dessen Auswirkungen auf die Regionalentwicklung bewerten. Rheinberg kündigte an, sich aktiv an den nächsten Schritten zu beteiligen. Die Stadt wird sich in den anstehenden Planungen für die Interessen der Anwohner, den Natur- und Landschaftsschutz einsetzen. Rheinbergs Haltung spiegelt die Sorgen über die ökologischen und sozialen Folgen des Abbaus wider. Das Urteil markiert einen Wendepunkt für die Regionalpolitik in der Region.






