Regierung bremst explodierende Spritpreise mit Notfall-Gesetz bis 2026
Ingetraut AustermühleRegierung bremst explodierende Spritpreise mit Notfall-Gesetz bis 2026
Die deutsche Regierung treibt ein befristetes Gesetz voran, um die stark gestiegenen Spritpreise in den Griff zu bekommen. Bis März 2026 sind die Kosten an der Zapfsäule auf 1,74 Euro pro Liter geklettert – und liegen damit auf irischem Niveau, während sie in Österreich noch niedriger sind. Der Schritt folgt auf monatelange drastische Preisanstiege, die Unternehmen und Autofahrer hart treffen.
Nach den neuen Regeln dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich – und zwar mittags – erhöhen. Preissenkungen sind hingegen jederzeit möglich. Unternehmen, die gegen diese Vorgaben verstoßen, müssen mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro rechnen. Die Regierung hofft, das Gesetz noch vor Ostern im Eiltempo auf den Weg zu bringen.
Ziel ist es, die Spritpreise wieder unter die Marke von zwei Euro pro Liter zu drücken und so Lkw-Fahrer, Pendler und kleine Betriebe zu entlasten. Claudia Jansweidt-Hermann, Inhaberin eines Reisebusunternehmens, hat aufgrund der hohen Dieselkosten bereits ihre Preise für 2027 eingefroren. Lars Rauer, Betreiber einer Fahrschule, plant unterdessen, die Gebühren für Fahrstunden zu erhöhen, um die gestiegenen Spritkosten auszugleichen.
Elektroautofahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs bleiben von den Preiserhöhungen verschont. Eine spezielle Taskforce überwacht die Entwicklung, doch die langfristigen Auswirkungen sind noch unklar.
Das befristete Gesetz soll vor allem Branchen entlasten, die besonders unter den hohen Spritkosten leiden. Falls erfolgreich, könnte es die Preise für Unternehmen und Autofahrer stabilisieren. Die weiteren Schritte der Regierung hängen davon ab, ob die Maßnahmen die gewünschte Wirkung erzielen.