Ratsfrauen im Kreis Unna fordern bessere Hilfen für Gewaltbetroffene und obdachlose Frauen
Klaus-Günter SölzerRatsfrauen im Kreis Unna fordern bessere Hilfen für Gewaltbetroffene und obdachlose Frauen
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich im Kreis Unna zu einem Vernetzungstreffen für Ratsfrauen. Trotz drückender Sommerhitze bot die überparteiliche Zusammenkunft Raum für intensive Gespräche über kommunalpolitische Themen.
Im Mittelpunkt stand die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt. Die Teilnehmerinnen betonten die Notwendigkeit leicht zugänglicher, niedrigschwelliger Hilfsangebote und diskutierten die Möglichkeit anonymer Beweissicherung für Betroffene.
Bei der Bestandsaufnahme bestehender Angebote in Lünen und im Kreis Unna wurden Versorgungslücken deutlich. Als zentrales Defizit im Hilfenetzwerk wurde eine koordinierende Stelle auf Kreisebene identifiziert.
Darüber hinaus widmete sich die Gruppe übergeordneten Fragen der Frauensicherheit. Themenschwerpunkte waren die Umsetzung der Istanbul-Konvention sowie Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt. Besonders die Herausforderungen obdachloser Frauen wurden aufgegriffen – mit Forderungen nach maßgeschneiderten Hilfsprogrammen für ihre spezifischen Bedürfnisse.
Das Treffen ermöglichte einen offenen Austausch über drängende Probleme von Frauen in der Region. Die Ergebnisse fließen in künftige Initiativen ein, um Unterstützungsstrukturen zu verbessern und Schutzlücken zu schließen. Die Einrichtung einer kreisweiten Koordinierungsstelle bleibt dabei vorrangiges Ziel.
