05 April 2026, 00:33

Rafael Seligmann liest in Mönchengladbach über Antisemitismus und seine Erfahrungen

Offenes Buch mit einer Stadtillustration auf seinen Seiten, aus der jüdischen Nationalbibliothek, vor einem schwarzen Hintergrund, enthält Text und Bilder.

Rafael Seligmann liest in Mönchengladbach über Antisemitismus und seine Erfahrungen

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach lädt zu Lesung mit Rafael Seligmann ein

Am Dienstag, dem 18. November, veranstaltet die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach um 19:30 Uhr einen Abend mit dem Autor Rafael Seligmann. Im Mittelpunkt steht eine Lesung aus seinem aktuellen Buch "Keine Atempause für Juden", gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit regionalen Fachleuten. Der Eintritt ist frei; Karten können online unter www.gcjz-mg.de reserviert werden.

In "Keine Atempause für Juden" zeichnet Seligmann die Kontinuität des Antisemitismus in Deutschland anhand eigener Erlebnisse nach. 1957 als Kind nach Deutschland gekommen, schildert er sein Aufwachsen als Außenseiter, oft auf die Rolle des "Musterjuden" reduziert. Sein Werk zeigt, wie alltägliche Herabwürdigungen und Bemerkungen das jüdische Leben bis heute prägen.

An der Diskussion beteiligen sich der Politiker Ulrich Elsen, der Nahost-Experte Rolf Tophoven und der politische Redakteur Dr. Martin Kessler. Sie vertiefen Themen des Buches, darunter die Veränderung des öffentlichen Bewusstseins für Antisemitismus über die Jahrzehnte. Seit den 2010er-Jahren nehmen Vorfälle deutlich zu; Studien belegen institutionelle Voreingenommenheit in Schulen und Behörden. Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 löste eine weitere Welle offener Feindseligkeit aus – 2024 gab es 211 Übergriffe an NS-Gedenkstätten, fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Die Veranstaltung findet im WandelSaal der Stadtbibliothek (Carl Brandts Haus) statt. Seligmanns persönlicher Bericht spannt sich über fast 70 Jahre und verbindet historische Muster mit aktuellen Debatten zu Sicherheit, Bildung und politischen Gegenstrategien.

Der Abend bietet die Gelegenheit, sich mit Seligmanns Analyse der Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland auseinanderzusetzen. Buch und Diskussion thematisieren anhaltende Herausforderungen – von subtiler Diskriminierung bis zu offener Gewalt. Kostenlose Karten sind über die Website der Gesellschaft buchbar.

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