Pflegeheime in Düsseldorf und Mönchengladbach kämpfen mit Personalmangel und wachsender Nachfrage
Klaus-Günter SölzerPflegeheime in Düsseldorf und Mönchengladbach kämpfen mit Personalmangel und wachsender Nachfrage
Pflegeheime in Düsseldorf und Mönchengladbach stehen vor wachsenden Herausforderungen, da die Nachfrage nach Langzeitpflege steigt. Viele Einrichtungen sind inzwischen auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen, um Personalengpässe zu schließen – manche greifen sogar auf die Hilfe von Bewohnern zurück. Die Situation spiegelt einen übergeordneten Trend in Nordrhein-Westfalen wider, wo die alternde Bevölkerung die Pflegedienste an ihre Grenzen bringt.
Seit zwei Wochen arbeiten zwei neue Pflegekräfte aus den Philippinen im Caritas-Pflegeheim in Düsseldorf. Wie viele andere Einrichtungen in der Region kämpft auch dieses Haus mit Personalmangel, sodass einige Bewohner bei einfachen Tätigkeiten mithelfen müssen. Viele von ihnen waren bereits jahrelang auf Pflege angewiesen, bevor sie einzogen.
Auch das Caritas-Zentrum in Holt, Mönchengladbach, stellt philippinisches Personal ein, um die Personallücken zu schließen. In Mönchengladbach ist mehr als jeder Zehnte auf Leistungen der Pflegeversicherung angewiesen – eine Zahl, die auch mit der Arbeitertradition der Stadt zusammenhängt. In Düsseldorf sieht es ähnlich aus: Hier benötigt etwa jeder Zehnte Langzeitpflege.
Prognosen zufolge könnte die Zahl der Pflegebedürftigen in der Region bis 2050 um ein Drittel steigen. Die Wartelisten in Senioren- und Pflegeheimen sind bereits lang – und werden voraussichtlich noch weiter wachsen. Um gegenzusteuern, werben immer mehr Einrichtungen gezielt Fachkräfte aus dem Ausland an.
Die Abhängigkeit von ausländischem Personal und die Unterstützung durch Bewohner unterstreichen den Druck auf die Pflegesysteme in Düsseldorf und Mönchengladbach. Da die Nachfrage weiter steigen wird, dürften die Heime ihre internationale Rekrutierung ausbauen. Angesichts der alternden Bevölkerung werden langfristige Lösungen in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar sein.






