Offenbachs Rathaus wird von Narren gestürmt – die fünfte Jahreszeit beginnt
Raymund LindauOffenbachs Rathaus wird von Narren gestürmt – die fünfte Jahreszeit beginnt
Offenbachs Straßen erwachten am Samstag, dem 20. Januar 2024, zum Leben, als der traditionelle Karnevalsumzug in die Innenstadt einmarschierte. Eine bunte Schar von Narren, Jecken und Feiernden zog durch die Stadt und läutete damit die symbolische "Stürmung" des Rathauses ein – den offiziellen Start in die karnevalistische "fünfte Jahreszeit", begleitet von Musik, Gelächter und einer spielerischen Machtübernahme der Kommunalpolitik.
Der Umzug begann mit einem festlichen Zug, der sich in Richtung Stadthof schlängelte. Begleitet von Blasorchestern und kostümierten Akteuren "attackierten" die Jecken symbolisch das Rathaus – ein Ritual, das den Übergang vom Alltag in die ausgelassene Karnevalszeit markiert. Im Inneren übergaben Bürgermeisterin Sabine Groß, Stadtratsvorsitzender Stephan Färber und Kämmerer Martin Wilhelm in einer zeremoniellen Geste einen riesigen Schlüssel an die Feiernden und "kapitulierten" damit vor dem karnevalistischen Treiben.
Sobald die Narren das Kommando übernommen hatten, füllte sich das Rathaus mit Musik und Tanz. Simon Isser, der "Ministerpräsident" des Offenbacher Carneval-Vereins (OKV), lieferte sich mit Groß ein humorvolles Wortgefecht zur Belustigung der Menge. Die Bürgermeisterin überreichte anschließend dem Erwachsenen-Karnevalspaar eine Spende von 111,11 Euro und dem Kinderprinzessenpaar 55,55 Euro – als Dank für ihr Engagement bei den Feierlichkeiten.
Zum Abschluss führte Groß die kostümierten Teilnehmer zu einem letzten Jubelrufe an. Mit den traditionellen Rufen "Offebach – Hallau!" und "Gud' Stuss – Ahoi!" verabschiedete sie die Menge in bester Stimmung und setzte damit einen fröhlichen Schlusspunkt unter die Feiern.
Der Umzug eröffnete erfolgreich Offenbachs "fünfte Jahreszeit" – eine Mischung aus Tradition und Ausgelassenheit. Die symbolische Rathaus-Stürmung und die Spenden an die Karnevalspaare unterstrichen die Begeisterung der Gemeinschaft für das Fest. Nun geht es weiter: Die Stadt stürzt sich in das volle Karnevalsprogramm.






