NRW will schwimmende Solarparks ausbauen – und fordert bundesweite Lockerungen
Klaus-Günter SölzerNRW will schwimmende Solarparks ausbauen – und fordert bundesweite Lockerungen
Nordrhein-Westfalen drängt auf Lockerungen bei schwimmenden Solarparks. Das Bundesland will die nationalen Vorschriften ändern, um größere und flexiblere Anlagen auf Gewässern zu ermöglichen. Umweltminister Oliver Krischer unterstützt den Vorstoß und sieht großes Potenzial für Projekte in Regionen wie dem Niederrhein.
Nach geltendem Recht dürfen schwimmende Solarmodule nicht mehr als 15 Prozent der Wasseroberfläche bedecken. Zudem ist ein 40 Meter breiter Pufferstreifen zum Ufer vorgeschrieben. Das Land argumentiert, diese Grenzen seien zu streng und würden Ökosysteme nicht immer schützen.
Im Januar reichte Nordrhein-Westfalen Vorschläge ein, um diese Auflagen zu lockern. Die Pläne umfassen höhere Bedeckungsgrenzen und Ausnahmen für bestimmte Gewässerbedingungen. Zudem strebt das Land Änderungen an Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes an.
Aktuell sind in der Region sechs schwimmende Photovoltaikanlagen in Betrieb. Die größte, eine 5,6-Megawatt-Anlage in Bislich, zeigt das Potenzial der Technologie. Minister Krischer ist überzeugt, dass flexiblere Regeln weitere Projekte ermöglichen würden.
Das Land fordert die Bundesregierung auf, die Änderungen zu übernehmen. Bei einer Zustimmung könnten die neuen Regeln bundesweit mehr schwimmende Solarprojekte ermöglichen – mit größeren Anlagen, aber unter Berücksichtigung der Umweltauswirkungen.
