28 June 2026, 16:23

NRW-Wähler wenden sich von CDU und SPD ab – AfD und Grüne profitieren

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

NRW-Wähler wenden sich von CDU und SPD ab – AfD und Grüne profitieren

Politische Verschiebungen und wirtschaftliche Sorgen prägen derzeit die Stimmung in Nordrhein-Westfalen. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst hat einen deutlichen Rückgang in der Wählergunst erlebt – von 40 Prozent im Oktober des vergangenen Jahres auf nunmehr 32 Prozent. Gleichzeitig verändern steigende Lebenshaltungskosten und Jobunsicherheit die Prioritäten und das Verhalten der Bürger.

Doch nicht nur die CDU verliert an Zuspruch: Auch die SPD unter Jochen Ott büßt an Unterstützung ein und rutscht auf 17 Prozent ab, nur knapp über ihrem Rekordtief von 16 Prozent im Juni 2025. Die Grünen hingegen legen zwei Punkte zu und kommen auf 15 Prozent, während die rechtspopulistische AfD auf 17 Prozent steigt und sich damit gemeinsam mit der SPD als zweitstärkste Kraft im Land positioniert. Die FDP überwindet unterdessen mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist seit Februar stark gesunken – nur noch 42 Prozent der Bürger bewerten ihre Arbeit positiv. Die wirtschaftliche Lage wird zunehmend kritischer gesehen: Lediglich 22 Prozent der Wahlberechtigten stufen die Wirtschaftslage des Landes als sehr gut oder gut ein, ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Sorge um den Arbeitsplatz wächst: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten aktuell um ihren Job – sechs Punkte mehr als noch 2024.

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Themen wie Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr haben die Migration als drängendstes Anliegen der Wähler abgelöst. Die finanzielle Belastung schlägt sich zudem im privaten Bereich nieder: Jeder vierte Bürger überdenkt aufgrund der gestiegenen Kosten seine Reisepläne – 25 Prozent entscheiden sich für günstigere Alternativen oder sagen Urlaubsreisen ganz ab.

Während die CDU deutlich an Unterstützung verliert, gewinnen Grüne, AfD und FDP an Zulauf. Wirtschaftliche Ängste und Unzufriedenheit mit der Politik beeinflussen nicht nur das Wahlverhalten, sondern auch den Alltag der Menschen. Die Bürger passen ihr Verhalten an, da die Preise steigen und das Vertrauen in die politische Führung des Landes schwindet.

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