24 June 2026, 04:23

NRW setzt auf Videoüberwachung gegen Gewalt im Nahverkehr – doch reicht das?

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

NRW setzt auf Videoüberwachung gegen Gewalt im Nahverkehr – doch reicht das?

Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen wird durch ausgeweitete Videoüberwachung sicherer

Immer mehr Busse, Züge und Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen setzen auf Kameras, um Straftaten vorzubeugen und Ermittlungen zu unterstützen. Die Maßnahmen kommen zu einer Zeit, in der die Angriffe auf Beschäftigte im Verkehrssektor weiter zunehmen.

Ein Landesprogramm zur Installation von Überwachungskameras an 100 Bahnhöfen steht kurz vor dem Abschluss. Die letzten drei Standorte sollen noch vor Jahresende mit den Systemen ausgestattet werden.

In Dortmund hat die DSW21 Nachtwächter eingeführt, die in der Leitstelle Live-Videoaufnahmen überwachen. Die Rheinbahn in Düsseldorf hat unterdessen fast alle ihre Busse mit Kameras ausgerüstet, und auch 70 Prozent der Straßen- und Stadtbahnen verfügen mittlerweile über die Technik.

In Aachen erfassen die neuen Busse nun das gesamte Innere mit Kameras – nicht nur die Einstiegsbereiche. Der Kölner Verkehrsbetrieb KVB hat nach einer erfolgreichen Testphase zudem sein Bodycam-Programm auf 65 Geräte ausgeweitet. Die Körperkameras haben dazu beigetragen, Konflikte sowie Angriffe auf Personal und Fahrgäste zu verringern.

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Im Regionalverkehr sind bereits rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW mit Videotechnik ausgestattet. Dennoch bleibt die Zahl der Bedrohungen und körperlichen Angriffe auf Zugbegleiter hoch: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 tätliche Angriffe gemeldet.

Die Bestrebungen für mehr Sicherheit gehen weiter – immer mehr Verkehrsunternehmen setzen auf Kameras und Bodycams. Die Systeme sollen sowohl das Personal als auch die Fahrgäste besser schützen. Die Behörden hoffen, dass die ausgeweitete Überwachung helfen wird, die steigende Zahl von Angriffen auf Beschäftigte im ÖPNV einzudämmen.

Quelle