NRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für Selbstständige und Freiberuflerinnen
Raymund LindauNRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für Selbstständige und Freiberuflerinnen
Nordrhein-Westfalen treibt gesetzlichen Mutterschutz für Selbstständige voran
Rund 27.000 Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland bringen jedes Jahr Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte. Die Landesregierung hat nun konkrete Schritte unternommen, um diese Schutzlücke zu schließen.
An Fahrt gewann die Initiative, nachdem die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) auf Basis einer landesfinanzierten Machbarkeitsstudie Vorschläge vorlegte. Kernpunkt ist ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Mutterschutzfrist. Die vollständigen Ergebnisse der Studie werden im Juli veröffentlicht.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. Um die Pläne voranzubringen, hatte ihr Ministerium kürzlich in Berlin ein Treffen mit Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen organisiert. Im Mittelpunkt standen praktische Umsetzungsmöglichkeiten der neuen Schutzmaßnahmen.
Nordrhein-Westfalen hat sich bereits auf Bundesebene engagiert – etwa mit einer offiziellen Initiative im Bundesrat, der Machbarkeitsstudie und dem Aufbau eines breiten Bündnisses für die Sache.
Ziel der geplanten Reformen ist es, eine langjährige Schutzlücke für selbstständige Mütter zu schließen. Falls umgesetzt, würden die Maßnahmen tausenden Frauen finanzielle Sicherheit während des Mutterschutzes bieten. Die Landesstudie und die politischen Vorschläge sollen nun die weitere Debatte auf nationaler Ebene prägen.






