23 April 2026, 02:25

NRW erhält 10 Milliarden Euro – doch die Bildungshälfte reicht nicht

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Investing in Communities: Biggest Investment in Rural Electricity Since the New Deal".

NRW erhält 10 Milliarden Euro – doch die Bildungshälfte reicht nicht

Nordrhein-Westfalen erhält 10 Milliarden Euro aus dem Bundesinfrastrukturfonds – die Hälfte für Bildung

Nordrhein-Westfalen soll 10 Milliarden Euro aus dem Bundesinfrastrukturfonds erhalten, wobei die Hälfte der Summe für den Bildungsbereich vorgesehen ist. Dies gaben Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und seine Stellvertreterin Mona Neubaur (Grüne) am 22. Oktober 2025 bekannt. Kritiker halten die Mittel jedoch für unzureichend, um die tatsächlichen Bedürfnisse von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen zu decken.

Die geplanten 5 Milliarden Euro für die Bildung in NRW sollen Schulen, Kitas und Ganztagsangebote fördern. Doch Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD, bezeichnete die Summe als zu niedrig. In einem Interview mit dem WDR und einer Pressekonferenz am selben Tag verglich er die Mittel mit dem inzwischen eingestellten Programm "Gute Schule 2020", das allein für Schulsanierungen jährlich 500 Millionen Euro bereitgestellt hatte.

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Maelzer forderte dringende Reformen in der frühen Kindheitsbildung. Er kritisierte das aktuelle "Kernzeitenmodell" und warnte vor einer "Zwei-Klassen-Betreuung" in der Kinderbetreuung. Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, schlug er eine groß angelegte Nachwuchsoffensive für qualifiziertes Personal vor und regte an, staatliche Zuschüsse von der Ausweitung der Betreuungszeiten umzuschichten – hin zur Ausbildung weiterer Fachkräfte.

Zudem forderte er eine sofortige Erhöhung der Fördersätze für die praxisintegrierte Ausbildung, die seit fünf Jahren unverändert geblieben sind. Die Debatte wurde auch in der WDR-5-Landesmagazinsendung "Westblick" aufgegriffen, wo die wachsenden Sorgen um die Bildungsfinanzierung in der Region thematisiert wurden.

Die 5 Milliarden Euro für die Bildung in NRW fließen zwar in zentrale Bereiche wie Schulen und Kinderbetreuung. Angesichts der Forderungen nach höheren Investitionen und Personalreformen bleibt die Diskussion über ausreichende Ressourcen jedoch weiter offen. Maelzers Vorschläge erhöhen nun den Druck auf die Politik, die seit Langem bestehenden Lücken in der frühen Kindheitsbildung endlich zu schließen.

Quelle