NGG warnt vor Überlastung im Gastgewerbe während der Fußball-WM in NRW
Raymund LindauNGG warnt vor Überlastung im Gastgewerbe während der Fußball-WM in NRW
NGG warnt Gastgewerbe in NRW vor Überlastung der Belegschaft während der WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Arbeitgeber im Gastgewerbe Nordrhein-Westfalens davor gewarnt, ihre Mitarbeiter während der Fußball-Weltmeisterschaft zu überlasten. Unmotivierte Beschäftigte könnten der Branche schaden, wenn Schichtpläne schlecht organisiert seien, mahnt die Gewerkschaft.
Die NGG Krefeld-Neuss fordert für alle Beschäftigten im Gastgewerbe des Rhein-Kreises Neuss eine Lohnerhöhung von 6 Prozent. Für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft – etwa Köche oder Servicekräfte – würde das mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten.
Die Tarifverhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) beginnen in der Woche nach dem WM-Auftaktspiel. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass jede zusätzliche Arbeitsstunde während des Turniers bezahlt werden muss. Zudem ruft sie Restaurants auf, für Stoßzeiten während der Spiele zusätzliches Personal einzustellen, um übermäßige Überstunden zu vermeiden.
Arbeitgeber werden daran erinnert, bei der Schichtplanung auch die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Kindern oder Pflegeverantwortung zu berücksichtigen. Die NGG betont, dass erzwungene Dauerüberstunden nach hinten losgehen könnten: Betrieben drohten dann Personalmangel und Produktivitätsverluste.
Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehören faire Löhne und zumutbare Arbeitszeiten während der WM. Bei einer Einigung würde die Lohnerhöhung die Beschäftigten finanziell entlasten. Nun müssen Arbeitgeber abwägen, wie sie die Nachfrage mit dem Wohl der Belegschaft in Einklang bringen – sonst riskieren sie Betriebsstörungen.






