20 June 2026, 12:22

Münster: Mieter zahlen nach Wärmepumpen-Umstellung bis zu 806 Euro mehr pro Jahr

800 Euro mehr pro Jahr: Wärmepumpen-Vertrag belastet den Mietmarkt

Münster: Mieter zahlen nach Wärmepumpen-Umstellung bis zu 806 Euro mehr pro Jahr

Mieter in Münsters Wohnanlagen müssen nach geplanter Wärmepumpen-Installation mit höheren Heizkosten rechnen. Die neuen Gebühren, die vom Wohnungsunternehmen LEG festgesetzt wurden, stoßen bei Mietervereinen auf scharfe Kritik. Die Erhöhung fällt in eine Phase, in der viele Mietwohnungen von Gasheizungen auf dezentrale Wärmepumpen umgestellt werden sollen.

LEG führt eine neue Heizkostenpauschale von 1,80 Euro pro Quadratmeter ein – ein Betrag, der die im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegte Obergrenze von 0,50 Euro deutlich übersteigt. Das Gesetz erlaubt Vermietern zwar, Modernisierungskosten auf die Mieter umzulegen, doch LEG setzt auf ein Contracting-Modell mit hohen monatlichen Festkosten. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) verteidigt dieses Modell als gültigen Ansatz für gewerbliche und private Immobilien gleichermaßen.

Für die Mieterin Ines Rodriguez bedeutet die Umstellung eine jährliche Heizkostenbelastung von 2.486 Euro806 Euro mehr als bisher. Maximilian Fuhrmann vom Mieterverein Nordrhein-Westfalen kritisiert scharf, dass LEG das Contracting-Modell nutzt, um die Kosten auf die Mieter abzuwälzen. Gleichzeitig können Vermieter eigene Betreibergesellschaften für Installation, Betrieb und Wartung der Wärmepumpen gründen – ohne verpflichtende Ausschreibungen.

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Der Deutsche Mieterbund fordert nun dringend gesetzliche Nachbesserungen, um die stark steigenden Kosten durch Wärmepumpen in Mietwohnungen zu begrenzen. Trotz der im GEG festgelegten Obergrenze gelten die neuen Heizkosten – die Mieter müssen tief in die Tasche greifen, während Vermieter bei der Umsetzung Spielraum behalten. Die Diskussion über eine faire Kostenverteilung wird weitergehen, denn immer mehr Gebäude steigen auf Wärmepumpen um.

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