Mehrfach gesuchter Pole nach Schwarzfahrt in Bielefeld festgenommen
Raymund LindauMehrfach gesuchter Pole nach Schwarzfahrt in Bielefeld festgenommen
Am Dienstagnachmittag wurde ein 23-jähriger Pole am Hauptbahnhof Bielefeld festgenommen. Er war ohne gültiges Ticket in einen ICE von Hannover eingestiegen. Bundespolizisten nahmen ihn kurz nach seiner Ankunft in Gewahrsam.
Der Mann, gegen den in 14 verschiedenen Fällen Haftbefehle vorliegen, hat seit 2017 eine Vorgeschichte von über 100 rechtlichen Auseinandersetzungen. Die meisten davon betreffen Eigentumsdelikte und Körperverletzungen. Sieben Staatsanwaltschaften wurden über seinen Aufenthalt in Deutschland informiert.
Im Februar 2024 war er nach Polen abgeschoben worden. Später kehrte er jedoch zurück, woraufhin das Ausländeramt Aurich seine Freizügigkeit aufhob. Damit wurde ihm die uneingeschränkte Einreise nach Deutschland untersagt.
Nach seiner Festnahme wurde er in Untersuchungshaft genommen. Die Behörden bereiten nun eine erneute Abschiebung vor. Der Mann bleibt bis zu seiner Ausreise in Gewahrsam. Seine wiederholten Rechtsverstöße und die vorherige Abschiebung führten zu einem schnellen Einschreiten der Polizei. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, gegen Personen mit ausstehenden Haftbefehlen vorzugehen.
