07 May 2026, 00:30

Marderhund-Plage im Heidekreis: Jäger schlagen Alarm nach Rekordjagd

Schwarzes und weißes Foto eines Waschbären auf dem Cover einer zoologischen Gesellschaftszeitschrift mit Text.

Marderhund-Plage im Heidekreis: Jäger schlagen Alarm nach Rekordjagd

Im Landkreis Heidekreis wächst das Problem mit den Marderhunden

Der Landkreis Heidekreis kämpft mit einer zunehmend bedrohlichen Ausbreitung von Marderhunden. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden, invasiven Tiere haben sich so stark verbreitet, dass lokale Gegenmaßnahmen kaum noch Wirkung zeigen. Behörden und Jägerverbände gehen nun mit verschärften Maßnahmen gegen die wachsende Population vor.

Besonders betroffen ist die Stadt Munster, wo seit Beginn der Jagdzeit am 1. April bereits über 70 Marderhunde erlegt wurden. Im Vorjahr waren es nur 26, ein Jahr zuvor gar keiner. Der starke Anstieg alarmiert Experten wie Peter Westermann, den Vorsitzenden des örtlichen Jägerverbandes, der warnt: „Die Art muss dringend eingedämmt werden.“

Die Tiere verursachen erhebliche Probleme, indem sie heimische Wildtiere wie Vögel und Eichhörnchen aus ihren Nestern verdrängen. Zudem dringen sie in menschliche Siedlungsbereiche ein – in Dachböden, Schornsteine und Nebengebäude. Selbst unter Nachbarn kommt es zu Konflikten: Einige füttern die Marderhunde, andere leiden unter den Folgen ihrer unkontrollierten Vermehrung.

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Als Reaktion hat der Landkreis finanzielle Unterstützung für Jägerverbände zugesagt, um die Population zu reduzieren. Westermann betont, dass ohne gezielte Eingriffe die Lage weiter eskalieren werde, da sich die Marderhunde in ganz Deutschland ausbreiten.

Die Dringlichkeit des Problems ist im Heidekreis inzwischen erkannt. Mit zusätzlichen Mitteln für Jäger und verstärkten Bejagungsmaßnahmen wollen die Behörden die Auswirkungen auf Tierwelt und Anwohner begrenzen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Schritte die Population wirksam eindämmen können.

Quelle