KSIs alter "Witz" über Gewalt gegen Frauen löst neue Empörung aus
Ein im Jahr 2017 aufgetauchtes Video hat dem Britain’s Got Talent-Juror KSI Kritik eingebracht. In dem Clip macht er einen „Scherz“ darüber, eine Frau zu schlagen, falls sie mit seinem Kind schwanger würde. Die Äußerung hat seitdem scharfe Reaktionen von Organisationen gegen häusliche Gewalt ausgelöst.
Das Video zeigt KSI im Gespräch mit seiner Mutter über eine mögliche Schwangerschaft. Als sie ihn daran erinnert, Verhütungsmittel zu verwenden, kontert er mit einer „witzigen“ Bemerkung, stattdessen das Baby zu schlagen. Der Kommentar, der Jahre vor seinem Einstieg bei Britain’s Got Talent fiel, sollte als schwarzer Humor verstanden werden.
Eine Sprecherin der Hilfsorganisation Women’s Aid verurteilte die Aussage später scharf. Solche „Witze“ verharmlosten die Schwere häuslicher Gewalt, warnte sie. Unterdessen räumte eine KSI-nahe Quelle ein, dass die Wortwahl unangemessen gewesen sei, und bedauerte die Veröffentlichung des Videos.
Für KSI ist dies nicht der erste Eklat. 2023 zog er sich vorübergehend aus den sozialen Medien zurück, nachdem er in einem Parodie-Video eine rassistische Beleidigung verwendet hatte. Damals hatte die Aktion breite Empörung ausgelöst.
Der Clip von 2017 hat nun erneut Debatten über KSIs frühere Aussagen entfacht. Hilfsorganisationen betonen, wie schädlich es ist, gewaltverherrlichende Sprache zu normalisieren. Der Comedian hat sich zu der aktuellen Kritik bisher nicht öffentlich geäußert.






