13 June 2026, 00:29

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewalt- und Sexualdelikte steigen dramatisch

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewalt- und Sexualdelikte steigen dramatisch

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen steigt stark an

In den vergangenen fünf Jahren hat die Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) deutlich zugenommen. Der Anstieg fällt zusammen mit einer gestiegenen Nutzung des Schienenverkehrs, häufigeren Verspätungen und einem höheren Passagieraufkommen an den großen Knotenpunkten. Polizeiberichte zeigen einen deutlichen Anstieg der Straftaten, wobei die genauen Ursachen unklar bleiben.

Zwischen 2020 und 2025 stieg die Gesamtzahl der Straftaten an NRW-Bahnhöfen um 57 Prozent. Die gemeldeten Delikte erhöhten sich von 19.380 auf 30.490. Gewaltstraftaten verdoppelten sich nahezu und stiegen von 2.325 auf 4.711 im selben Zeitraum.

Noch stärker nahm die Zahl der Sexualdelikte zu: Hier stieg die Fallzahl um 162 Prozent – von 169 im Jahr 2020 auf 442 im Jahr 2025. Auch die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen wuchs um 32 Prozent, von 10.560 auf knapp 14.000.

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Den Höhepunkt erreichte die Kriminalität 2023 mit fast 37.500 Straftaten, seitdem ist jedoch ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der Kölner Hauptbahnhof blieb durchgehend am stärksten betroffen und führte sowohl 2020 als auch 2025 die Liste der Bahnhöfe mit der höchsten Kriminalitätsrate an. Auch Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster zählten 2025 zu den am stärksten belasteten Standorten.

Ein Polizeisprecher verwies darauf, dass eine verstärkte Präsenz von Beamten und strengere Kontrollen zu einer höheren Anzeigenquote geführt haben könnten. Die genauen Gründe für den deutlichen Anstieg bleiben jedoch spekulativ.

Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend der Kriminalität an NRW-Bahnhöfen zwischen 2020 und 2025. Gewalt- und Sexualdelikte stiegen deutlich an, während die Identifizierung von Tatverdächtigen verbessert wurde. Trotz des jüngsten Rückgangs verdeutlichen die Zahlen die anhaltenden Herausforderungen an den großen Verkehrsdrehscheiben.

Quelle