30 March 2026, 14:36

Kontrollierte Sprengung des Ibbenbürener Kohlekraftwerks steht bevor

Großer Schutthaufen auf einer Baustelle mit einem Abrissgerät unten, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Kontrollierte Sprengung des Ibbenbürener Kohlekraftwerks steht bevor

Sprengung des ehemaligen Steinkohlekraftwerks in Ibbenbüren am 22. Februar 2026

Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, wird das ehemalige Steinkohlekraftwerk in Ibbenbüren durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Detonation markiert einen entscheidenden Schritt bei der Räumung des Geländes für künftige Bauvorhaben des Übertragungsnetzbetreibers Amprion. Die Behörden haben bereits mit der Abstimmung von Sicherheitsmaßnahmen mit Anwohnern und lokalen Einrichtungen begonnen.

Betroffen von der Sprengung sind vor allem der Kamin des Kraftwerks, die Rauchgasentstickungsanlage (DeNOx-System) sowie die Rauchgasentschwefelungsanlage (REA). Nach Abschluss der Arbeiten soll das geräumte Gelände bis zum Sommer 2026 an Amprion übergeben werden, um es für die weitere Entwicklung vorzubereiten.

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Rund um das Kraftwerk wird eine 500-Meter-Sperrzone eingerichtet, die etwa 250 Haushalte mit rund 500 Personen betrifft. Die Anwohner müssen das Gebiet bis 8 Uhr morgens am Tag der Sprengung verlassen. Unterstützt werden sie durch mobile Einsatzleitstellen, festgelegte Sammelpunkte wie die Sporthalle in Ibbenbüren-Süd sowie kostenlose Bus- oder Autotransporte. Zudem gilt ab 6 Uhr eine 1,5-Kilometer-Verkehrssperre, während ab 22 Uhr am Vorabend eine Flugverbotszone und ein Betretungsverbot in Kraft treten.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehören die Staubunterdrückung durch Wassersprühsysteme sowie Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte. Die Bewohner in der Sicherheitszone wurden schriftlich informiert, besonders betroffene Personen erhielten gezielte Hinweise. Eine öffentliche Informationsveranstaltung Anfang 2026 wird weitere Einzelheiten zum Ablauf der Sprengung liefern.

Mit der Detonation werden zentrale Bauwerke des ehemaligen Kraftwerks beseitigt. Nach der Räumung soll das Gelände bis Mitte 2026 für die Nutzung durch Amprion vorbereitet werden. Die Behörden arbeiten weiterhin an der Feinabstimmung der Sicherheitsprotokolle für den Februar-Termin.

Quelle