17 March 2026, 01:06

Jugendliche beschießen Frau mit Softair-Pistole und beleidigen sie in Lüdenscheid

Ein Plakat mit zwei Personen, die Waffen und eine Fahne halten, und der Text: "Wenn du nach Hause gehst, führe den Kampf der Armee gegen allgemeine Gesundheitsfälle fort."

Jugendliche beschießen Frau mit Softair-Pistole und beleidigen sie in Lüdenscheid

Zwei Jugendliche aus Lüdenscheid sind nach dem mutmaßlichen Beschuss einer Frau mit einer Softair-Pistole bei den Behörden angezeigt worden. Der Vorfall ereignete sich auf der Altenaer Straße, wo das Duo die Frau zudem verbal beleidigte. Die Polizei übergab die beiden später ihren Eltern.

Der Zwischenfall begann, als die Frau die Jugendlichen aufforderte, das Abfeuern von Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines Discounters zu unterlassen. Statt einzulenken, richteten sie die Waffe auf sie und beschimpften sie. Die Frau blieb unverletzt, alarmierte jedoch umgehend die Polizei.

In den vergangenen Jahren stuften die nordrhein-westfälischen Behörden Vorfälle mit Softair-Waffen zunehmend als ernsthafte Bedrohungen ein. Die Polizei reagiert in solchen Fällen oft schnell, sichert die Waffen und zieht bei Bedarf Spezialeinheiten hinzu. Ähnliche Vorkommnisse in Dortmund (Januar 2025) und Köln (Oktober 2024) führten zu Festnahmen und Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nach deutschem Recht kann das Führen oder Abfeuern von Attrappenwaffen in der Öffentlichkeit zu Verwechslungen führen und gegen Waffenbestimmungen verstoßen. Die Behörden warnen, dass selbst Nachbildungen von Schusswaffen Panik auslösen oder zu realen Gefahren eskalieren können.

Den Jugendlichen drohen nun mögliche rechtliche Konsequenzen. Die Polizei wies die Öffentlichkeit darauf hin, dass Softair-Waffen – obwohl nicht tödlich – in öffentlichen Räumen mit derselben Vorsicht behandelt werden wie echte Schusswaffen. Die Staatsanwaltschaft wird den Fall in den kommenden Wochen prüfen.

AKTUALISIERUNG

Heidenheim Vorfall: Highlights der anhaltenden Softair-Waffen-Missbrauchs

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am 4. März in Heidenheim, als die Polizei auf Berichte von Jugendlichen reagierte, die Softair-Waffen auf einem Schulhof trugen.

  • Drei Teenager wurden festgenommen, zwei waren 16 Jahre alt, und Waffen wurden beschlagnahmt.
  • Die Behörden bestätigten, dass die Jugendlichen keine Genehmigung hatten, die Feuerwaffen in der Öffentlichkeit zu tragen.
  • Der Fall trägt zu wachsenden Bedenken bezüglich des Missbrauchs von Nachbildungswaffen durch Jugendliche bei.