07 May 2026, 18:27

IW drängt auf EU-Handelsabkommen mit Golfstaaten trotz Nahost-Konflikt

Liniengraph, der die US-Öl- und Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IW drängt auf EU-Handelsabkommen mit Golfstaaten trotz Nahost-Konflikt

Das Deutsche Wirtschaftsinstitut (IW) fordert engere Handelsbeziehungen zwischen der EU und den Golfstaaten – trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Eine aktuelle Studie hebt die Chancen für deutsche Unternehmen hervor, insbesondere im Maschinenbau und bei der Reparatur von Energieinfrastrukturen, die nach dem Krieg dringend benötigt werden.

Der Handel zwischen der EU und den Golfstaaten hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten an Bedeutung verloren. Während 2004 noch 26 Prozent der Importe der Golfregion aus der EU stammten, lag dieser Anteil 2024 nur noch bei 18 Prozent. Gleichzeitig bauen Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Handelsbeziehungen aktiv aus und diversifizieren ihre Partner.

Deutschland exportiert derzeit vor allem Autos, Pharmaprodukte und Maschinen in die Region. Das IW geht davon aus, dass ein Handelsabkommen diese Exporte weiter steigern könnte. Zudem würde es der EU ermöglichen, kohlenstoffarmen Stahl und Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen zu importieren.

Durch den Krieg wurden Teile der Energieinfrastruktur in den Golfstaaten beschädigt, was den Bedarf an Reparaturen erhöht. Deutsche Hersteller von Maschinen und Industrieanlagen könnten in den kommenden Jahren von dieser Nachfrage profitieren.

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Das IW empfiehlt der EU, ein Handelsabkommen mit den Golfstaaten anzustreben. Ein solches Abkommen würde deutsche Exporteure mit neuen Absatzmärkten versorgen und gleichzeitig den Zugang zu günstigen, nachhaltigen Rohstoffen sichern. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Golfstaaten ihre Abhängigkeit von traditionellen Handelspartnern verringern wollen.

Quelle