18 June 2026, 16:20

HHU Düsseldorf forscht an bakteriellem Bio-Pestizid für nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

HHU Düsseldorf forscht an bakteriellem Bio-Pestizid für nachhaltige Landwirtschaft

Neues Forschungsprojekt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entwickelt umweltfreundliches Pestizid mithilfe von Bakterien

Ein neues Forschungsvorhaben an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) zielt darauf ab, ein ökologisches Pestizid auf Basis von Bakterien zu entwickeln. Das von Dr. Wilken geleitete Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und unterstützt Nachwuchswissenschaftler:innen bei der Entwicklung von Lösungen für die Bioökonomie.

Das PyreComm-Projekt läuft über fünf Jahre und verfolgt das Ziel, einen skalierbaren, halb-synthetischen Bioprozess zur Herstellung von Pyrethrin-Verbindungen mithilfe von Bakterien zu etablieren. Diese natürlichen Bioinsektizide, die aus der Dalmatiner Chrysantheme gewonnen werden, sind für ihre geringe Toxizität gegenüber Säugetieren und ihren schnellen Abbau in der Umwelt bekannt.

Die Bakterien werden in Bioreaktoren mit holzbasierten Rohstoffen kultiviert. Dieser Ansatz schafft eine Kreislaufwirtschaft zwischen Landwirtschaft und Bioinsektizid-Produktion und steht im Einklang mit der „Farm to Fork“-Strategie der EU. Das Projekt rechnet mit guten Aussichten auf eine zügige Zulassung innerhalb dieses Rahmens.

Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen der Initiative „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“, die die Zusammenarbeit zwischen jungen und erfahrenen Wissenschaftler:innen fördert, um organisatorische und thematische Herausforderungen zu bewältigen. Das BMFTR stellt dafür rund 2,7 Millionen Euro bereit – im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie Deutschlands, die eine Kreislaufwirtschaft auf Basis nachwachsender Rohstoffe vorantreibt.

Das PyreComm-Projekt erforscht die bakterienbasierte Produktion von Pyrethrinen für eine nachhaltige Schädlingsbekämpfung. Die Arbeit unterstützt nationale und EU-weite Bestrebungen, die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen zu verringern. Mit einer Förderung von 2,7 Millionen Euro wird die Entwicklung dieses innovativen Bioprozesses in den nächsten fünf Jahren vorangetrieben.

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