Funk rechtfertigt Bibel als "Müll auf dem Mond" – und löst Debatte aus
Raymund LindauFunk rechtfertigt Bibel als "Müll auf dem Mond" – und löst Debatte aus
Funk verteidigt umstrittenen Instagram-Post – Bibel als „Müll auf dem Mond“ bezeichnet
Die jugendorientierte Digitalplattform Funk, ein gemeinsames Angebot von ARD und ZDF, hat sich gegen Kritik an einem umstrittenen Instagram-Beitrag verteidigt. In dem Post wurde die Bibel als „Müll auf dem Mond“ bezeichnet, was erneut Vorwürfe wegen angeblich christenfeindlicher Inhalte auslöste. Es ist nicht das erste Mal, dass Funk für Beiträge in die Schusslinie gerät, die als respektlos gegenüber dem Christentum wahrgenommen werden.
In dem besagten Instagram-Post zählte die Plattform die Bibel zu den Gegenständen auf, die Astronauten auf dem Mond zurückgelassen haben – neben Asche, Golfbällen und Beuteln mit menschlichen Fäkalien. Später erklärte Funk, der Begriff „Müll“ sei nicht abwertend gemeint gewesen. Vielmehr beziehe er sich auf Objekte, die ohne menschliches Zutun nicht auf dem Mond existieren würden.
Das Redaktionsteam argumentierte, dass bei der Rückkehr von Raumfahrzeugen zur Erde vorrangig Material wie Mondgestein mitgenommen werde. Andere Gegenstände – darunter auch die Bibel – blieben daher zurück. Zudem verwies die Plattform auf gängige Definitionen aus Wörterbüchern wie dem Duden, wonach „Müll“ als fester Abfall zur Entsorgung gelte.
Bereits Anfang dieses Jahres hatte Funk für Aufsehen gesorgt, als in einem Social-Media-Beitrag die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) statt „v. Chr.“ (vor Christus) verwendet wurde. Das Team rechtfertigte dies als neutrale Datierungsweise, die dem Kontext entsprochen habe. Eine bewusste Abkehr von christlicher Terminologie wurde bestritten – die Entscheidung solle nicht als Ablehnung des Christentums verstanden werden.
Die Plattform stand in der Vergangenheit bereits mehrfach in der Kritik, weil Inhalte als herablassend gegenüber christlichen Werten wahrgenommen wurden. Mit den aktuellen Stellungnahmen versucht Funk, seine Position zu klären, ohne sich von religiösen Begriffen zu distanzieren. Zur Untermauerung der Wortwahl „Müll“ wurden dabei auch Wörterbuchdefinitionen herangezogen.






