23 March 2026, 12:31

Führerschein-Betrug in Bielefeld: Fünf Angeklagte vor Gericht wegen Theorieprüfungs-Schwindels

Ein Mann in einem weißen Hemd und dunklen Hosen sitzt an einem Tisch und schaut ernst, mit der Aufschrift "Die Rasenbetrüger" unten.

Führerschein-Betrug in Bielefeld: Fünf Angeklagte vor Gericht wegen Theorieprüfungs-Schwindels

Fünf Personen aus Bielefeld und Werther müssen sich wegen des Betrugs mit Theorieprüfungen für den Führerschein vor Gericht verantworten. Die Gruppe soll gegen Bezahlung unter falscher Identität für andere die Prüfungen abgelegt haben. Der Prozess, der derzeit vor dem Landgericht Bielefeld läuft, folgt einer Ermittlung, die innerhalb von drei Jahren 71 Verdachtsfälle aufdeckte.

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Der Betrug flog im Rahmen einer separaten Untersuchung des Landgerichts Hannover auf. Dabei stellte sich heraus, dass die Bande gegen Gebühren zwischen 1.100 und 2.000 Euro pro Versuch Stellvertreter organisiert hatte, die für andere die Theorieprüfung ablegten. Insgesamt erwirtschaftete das Netzwerk auf diese Weise etwa 35.000 Euro.

Die kriminellen Machenschaften liefen von Februar 2022 bis Juli 2025, wobei 14 der 71 Versuche vor ihrem Abschluss vereitelt werden konnten. Einem der Angeklagten wird vorgeworfen, das Netzwerk koordiniert zu haben, während andere bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft sind. Einige stehen zudem noch in weiteren Fällen unter Ermittlung.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe gewerbsmäßigen Betrug vor, wofür Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren drohen. Der Prozess soll bis Ende Mai dauern, mit insgesamt acht Verhandlungstagen.

Der Fall zeigt, wie systematisch die Täter die Führerscheinbehörden zu finanziellen Zwecken täuschten. Bei einer Verurteilung müssen die Angeklagten mit empfindlichen Gefängnisstrafen rechnen. In den kommenden Wochen wird das Gericht die Beweislage prüfen, bevor ein Urteil gefällt wird.

Quelle