18 April 2026, 02:34

Frohnhausens Bürger fordern mehr Kita-Plätze und Verkehrssicherheit beim Dialog mit OB Kufen

Eine belebte Stadtstraße mit hohen Gebäuden, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternen und Werbetafeln, auf denen die Top-Attraktionen in New York City aufgeführt sind.

Frohnhausens Bürger fordern mehr Kita-Plätze und Verkehrssicherheit beim Dialog mit OB Kufen

Rund 120 Anwohner trafen sich zum ersten Bürgerdialog des Jahres in Frohnhausen mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale lokale Themen – von fehlenden Kinderbetreuungsplätzen über Verkehrssicherheit bis hin zu kommunalen Dienstleistungen. Frohnhausen, in dem etwa 33.400 Menschen leben, zählt nach wie vor zu den am dichtesten besiedelten und vielfältigsten Stadtteilen Essens.

Oberbürgermeister Kufen eröffnete die Diskussion mit Fortschritten bei der Betreuungskapazität für Kinder unter drei Jahren. Doch die Nachfrage nach Plätzen für Kinder ab drei Jahren übersteigt weiterhin das Angebot. Zudem wurde die gut ausgebaute soziale Infrastruktur des Viertels hervorgehoben, darunter strukturierte Unterstützungsangebote für Migranten und ein breites Spektrum an Jugendhilfen.

Besorgnis erregten bei den Anwohnern vor allem verkehrstechnische Probleme: die unzureichenden Takte der Buslinie 145 sowie Staus auf der Gervinusstraße und der Adelkampstraße. Zwar wurde die neue Bringzone an der Cosmas-und-Damian-Schule begrüßt, doch die Forderung nach einem Fußgängerüberweg auf der Berliner Straße bleibt bis heute unerfüllt.

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Der Oberbürgermeister informierte über laufende Investitionen in Spielplätze und Grünflächen sowie geplante Sanierungen. Er betonte die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement und rief die Bürger auf, sich an der Finanzierung von Spielplatzprojekten zu beteiligen. Einige Teilnehmer äußerten Enttäuschung über die jüngste Schließung des Jugendzentrums in der Harkortstraße im benachbarten Holsterhausen.

Da mehr als ein Drittel der Frohnhausener Bevölkerung über eine doppelte Staatsbürgerschaft oder keine deutsche Staatsangehörigkeit verfügt, stand der Bedarf an inklusiven Angeboten immer wieder im Fokus. Fast 58 Prozent der Minderjährigen im Stadtteil haben einen Migrationshintergrund, was das vielfältige Gesicht Frohnhausens prägt.

Der Dialog zeigte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen auf. Während der Ausbau der Kinderbetreuung und Infrastrukturprojekte voranschreiten, bleiben Verkehr und öffentlicher Nahverkehr ungelöste Problemfelder. Kufens Appell für mehr bürgerschaftliches Engagement unterstreicht, wie sehr der Stadtteil auf das lokale Mitwirken angewiesen ist, um seine Bedürfnisse zu decken.

Quelle