18 June 2026, 04:21

Forschungsprojekt testet 15-Minuten-Stadt: Kann nachhaltige Logistik funktionieren?

Klimaschutz: Kann das 15-Minuten-Stadt-Konzept umgesetzt werden?

Forschungsprojekt testet 15-Minuten-Stadt: Kann nachhaltige Logistik funktionieren?

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der 15-Minuten-Stadt die städtische Entwicklung prägen könnte. Die vom POTUS-Programm geleitete Initiative der Bergischen Universität Wuppertal konzentriert sich auf nachhaltigen Güterverkehr und Stadtplanung. Für das Vorhaben wurden rund 1,4 Millionen Euro aus europäischen und nationalen Fördermitteln eingeworben.

Das Modell der 15-Minuten-Stadt zielt darauf ab, wichtige Dienstleistungen und Versorgungsangebote so zu verteilen, dass sie für Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichbar sind. Das Projekt prüft, ob lokale Lieferketten und kurze Wege in der Praxis funktionieren. Zudem analysieren die Forscher, wie Merkmale einzelner Stadtviertel – etwa eine junge Bevölkerung – den Bedarf an Lieferdiensten beeinflussen.

Das Team erforscht, wo und warum der Güterverkehr in bestimmten Stadtteilen besonders stark ansteigt. Aktuell erschweren Datenlücken eine präzise Verkehrsplanung; regelmäßige Erhebungen sollen daher neue Strategien ermöglichen. Darüber hinaus wird untersucht, wie Verkehrs- und Logistikdaten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar gemacht und genutzt werden können.

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Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich und Italien sowie deutsche Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden. Ziel ist es, Kommunen dabei zu unterstützen, effiziente und umweltfreundliche Güterverkehrssysteme zu entwickeln.

Das Projekt will Städten praktische Werkzeuge für eine nachhaltige Stadtlogistik an die Hand geben. Durch die Schließung von Datenlücken und länderübergreifende Vergleiche soll die Verkehrsplanung verbessert werden. Die Erkenntnisse könnten die Warenverteilung in zukünftigen urbanen Räumen grundlegend verändern.

Quelle