31 March 2026, 00:31

Essen testet lärmarme Glasfaser-Verlegung mit elektrischer Bohranlage

Nahaufnahme eines Glasfaserkabels mit blauen und weißen Lichtern auf einem schwarzen Hintergrund.

Essen testet lärmarme Glasfaser-Verlegung mit elektrischer Bohranlage

In Essen wird auf einem Kilometer Länge Glasfaserkabel mit einer innovativen elektrischen Bohranlage verlegt – eine Methode, die Lärm und schädliche Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um mindestens 80 Prozent reduziert. Damit zählt das Vorhaben zu den ersten Projekten dieser Art in Deutschland seit 2025.

Die ersten 800 Meter des Kabels wurden in einem offenen Graben entlang der Ruhr verlegt. Für die nächsten 200 Meter musste unter einer stark befahrenen Straßenkreuzung hindurchgebohrt werden. Statt herkömmlicher Maschinen kommt hier ein elektrisches Nutzfahrzeug zum Einsatz, das die Bohrausrüstung mit einem mobilen Akkupack antreibt.

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Tobias Hobert, Geschäftsführer von Green Econo, leitet das Projekt. Sein in Brilon ansässiges Unternehmen spezialisiert sich darauf, Betrieben zu helfen, Energieverbrauch und Emissionen zu senken. Der Ansatz ermöglicht es, die Arbeiten fast ohne Lärm oder Abgase durchzuführen.

Bisher hat keine andere deutsche Stadt seit 2025 diese lärm- und emissionsarme Methode für den Glasfaserausbau erprobt. Das Essener Projekt dient als Pilot für sauberere und leisere Baustellen in städtischen Gebieten.

Die neue Technik bietet eine deutliche Verringerung der Belastungen für Anwohner und Umwelt. Nach Abschluss der ersten Phase werden die verbleibenden Kabelabschnitte nach dem gleichen Verfahren verlegt. Bei Erfolg könnte das Verfahren zum Standard für künftige Infrastrukturprojekte in Deutschland werden.

Quelle