Erdbeben-Simulation testet Krisenmanagement im Kreis Euskirchen mit 100 Einsatzkräften
Ingetraut AustermühleErdbeben-Simulation testet Krisenmanagement im Kreis Euskirchen mit 100 Einsatzkräften
Großübung testet Krisenmanagement im Kreis Euskirchen
Kürzlich fand im Kreis Euskirchen eine großangelegte Notfallübung statt, um die Fähigkeiten der Krisenbewältigung zu prüfen. Das Szenario simulierte ein Erdbeben der Stärke 6,5 im nördlichen Teil des Kreises, das weitreichende Schäden verursachte. Landrat Markus Ramers bezeichnete die Übung im Nachhinein als einen wichtigen Schritt zur Stärkung nachhaltiger Strukturen in der Krisenreaktion.
Die Übung bildete den Abschluss der Fortbildungsreihe „Nachhaltige Stabarbeit in Krisen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Teilnehmer mussten sich dabei mit Aufgaben wie dem schnellen Einsatz von Kräften, der Ressourcenverteilung, dem Aufbau von Kommunikationsnetzwerken und der Koordination mit mehreren Behörden auseinandersetzen. Das Szenario basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019, die die Kölner Bucht als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 einstuft.
Rund 100 Einsatzkräfte nahmen teil, darunter Ehrenamtliche und Fachleute von Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW), Hilfsorganisationen, der Polizei, der Bundeswehr sowie Vertreter der Kreisverwaltung. Die Einsatzleitung erfolgte auf Führungsebene D gemäß Feuerwehrdienstvorschrift 100. Dem Stab gehörten Vertreter aller kommunalen Feuerwehren im Kreis an, darunter Frank Eichen, Gerd Geller und Oliver Geschwind von der Freiwilligen Feuerwehr Mechernich, unterstützt von Fachberatern.
Die Übung stellte eine realistische Bewährungsprobe für das Krisenmanagement des Kreises Euskirchen dar. Sie zeigte, dass die Verantwortlichen in der Lage sind, großflächige Katastrophen zu bewältigen und behördenübergreifend zu kooperieren. Die Erkenntnisse aus der Übung dienen nun als Grundlage für die künftige Notfallplanung in der Region.






