30 March 2026, 20:32

"Clear" kehrt 2023 zurück – trotz interner Kritik und polarisierender Debatten

Eine Gruppe von Menschen an einem öffentlichen Ort in eine hitzige Diskussion vertieft, umgeben von Reportern mit Mikrofonen, Handys und Papieren, mit einer Glaswand im Hintergrund.

"Clear" kehrt 2023 zurück – trotz interner Kritik und polarisierender Debatten

Die Diskussionssendung Clear kehrt 2023 nach einer erfolgreichen Pilotphase zurück. Das Format, das sich mit kontroversen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt, erhielt in ersten Umfragen starke Zuschauerzustimmung. Doch die Premiere zum Thema Migration löste auch Kritik aus – selbst aus den Reihen des sendenden Rundfunks.

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Die erste Folge von Clear mit dem Titel Migration: Was läuft falsch? sorgte nach der Ausstrahlung für Gegenwind. Zu den kritischen Stimmen zählte auch NDR-Moderatorin Anja Reschke, während 250 NDR-Mitarbeiter:innen in einem offenen Brief Distanz zur Sendung bekundeten. Dennoch zeigte eine interne Auswertung der Pilotfolgen durchweg positives Feedback – sowohl inhaltlich als auch zur Präsentation.

Auch beim Publikum kam die Sendung gut an: 63 Prozent der Befragten bewerteten Clear mit den Schulnoten 1 oder 2. Das Format gilt als glaubwürdige und relevante Bereicherung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Produzent:innen bestätigten daher, dass Clear 2023 mit weiteren Folgen fortgesetzt wird – weiterhin mit Fokus auf polarisierende gesellschaftliche Debatten.

Hinter den Kulissen gibt es unterdessen Veränderungen bei der Moderation: Der Bayerische Rundfunk (BR) hält an Julia Ruhs fest, während der NDR nach einer neuen Besetzung sucht. Ruhs, die zuvor enttäuscht reagiert hatte, nicht für die NDR-Version ausgewählt worden zu sein, wird die Sendung künftig exklusiv für den BR präsentieren.

Mit einer bestätigten zweiten Staffel 2023 bleibt Clear eine Plattform für die Auseinandersetzung mit gespaltenen Themen. Geplant sind neue Folgen und ein umbesetztes Moderationsteam – doch die Resonanz bei Mitarbeiter:innen und Publikum bleibt gemischt. Die nächsten Ausgaben werden zeigen, ob das Format seinen anfänglichen Schwung halten kann.

Quelle